Im Fuldaer Land ist es alte Tradition: Wenn die Fastnachtszeit anbricht, werden in den Dörfern die alten Weihnachtsbäume von der Feuerwehr oder anderen Gruppen abgeholt. Die Bäume werden anschließend auf einem Platz am Rande des Dorfes aufgeschichtet und am ersten Sonntag nach Aschermittwoch als Hutzelfeuer entzündet. Doch es gibt noch einen anderen, klimaschonenderen Weg der Christbaumverwertung: Die Nadelbäume können einfach in die Biotonne gegeben werden – nachdem man sie gegebenenfalls etwas zersägt hat, sodass sie in die Tonne passen.
In der Biothan-Anlage der RhönEnergie werden die ausgedienten Weihnachtsbäume gemeinsam mit anderen organischen Reststoffen verarbeitet. Durch einen biologischen Prozess entsteht dabei Biogas, das zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt wird. Christbäume kann die Anlage problemlos verarbeiten: Sie werden wie der übrige Biomüll zerkleinert und anschließend vergoren. Eine gesonderte Verarbeitung der Christbäume ist nicht erforderlich.
„Die Verwertung von Weihnachtsbäumen in unserer Biothan-Anlage ist ein perfektes Beispiel dafür, wie moderne Technologie und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen“, erklärt Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda. „Anstatt die Bäume in der traditionellen Form zu verbrennen, gewinnen wir aus ihnen wertvolle Energie und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz in unserer Region. Das ist gelebte Kreislaufwirtschaft.“
Im Gegensatz zum Hutzelfeuer, bei dem CO? ohne energetische Nutzung freigesetzt wird, ermöglicht die Biothan-Anlage eine effiziente Energiegewinnung. Die aus den Weihnachtsbäumen gewonnene Energie kann direkt in das Versorgungsnetz eingespeist werden und trägt so zur nachhaltigen Energieversorgung der Region bei.
