Fußball 09.01.2026

Regionalsportgericht Fulda: Hendrik Brönnecke und Kollegen hören auf

Fulda (sim) – Das Regionalsportgericht (RSG) Fulda steht vor einer grundlegenden Veränderung: Zum Jahresende haben der Vorsitzende Hendrik Brönnecke sowie die beiden Sportrichter Marcel Schuhej und Steffen Gaschitz ihre Ämter niedergelegt. Damit endet für das Trio eine langjährige Zusammenarbeit, die das Gremium in den vergangenen Jahren entscheidend geprägt hat.

Hendrik Brönnecke. Fotos: Janosch Hensel .

„Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber berufliche und private Verpflichtungen lassen es zeitlich nicht mehr zu – insbesondere mit meiner Doktorarbeit“, erklärt Brönnecke. Der 34-Jährige ist seit Sommer 2020 Mitglied des RSG und seit Sommer 2024 Vorsitzender. „Wir haben auch versucht, neue Mitglieder zu gewinnen, aber die Vorgaben pro Kreis machten das sehr schwierig. Deshalb konnten wir die Situation nicht weiter aufrechterhalten“ erklärt er weiter.

Ähnlich äußern sich Schuhej und Gaschitz: Berufliche Termine und andere Ehrenämter machten die kontinuierliche Arbeit im RSG zunehmend schwer. Das Trio habe sich unabhängig voneinander, aber gemeinsam, entschieden, die Ämter abzugeben. „Es war eine tolle Zeit, die viel Freude bereitet hat, auch wenn man mal diskutierte. Wir konnten Freundschaften schließen und viel bewegen“, so Brönnecke.

Die Übergabe der Aufgaben soll nun von einem erfahrenen Mitglied interimistisch übernommen werden: Horst Holl aus Haselgrund wird vorübergehend den Vorsitz führen. Bis Ende Februar soll eine neue Besetzung stehen. Das RSG arbeitet nach einem klaren regionalen System: Jeder der vier Fußballkreise – Fulda, Lauterbach/Hünfeld, Schlüchtern und Hersfeld/Rotenburg – entsendet zwei Mitglieder. Der Kreis des Vorsitzenden darf zusätzlich eine dritte Person nominieren.

Durch den Rückzug des Trios gerät die regionale Balance vorübergehend ins Wanken. Besonders angespannt ist die Situation im Kreis Lauterbach/Hünfeld, der nach dem Ausscheiden von Gaschitz derzeit nicht vertreten ist. Auch der Kreis Fulda schrumpfte auf ein Minimum; hier ist nur noch Sebastian Dänner aktiv. Im Kreis Schlüchtern ist derzeit nur Walter Drews vertreten. Lediglich Hersfeld/Rotenburg kann mit Holl und Rainer Gleim die vorgesehenen Plätze besetzen.

Brönnecke betont, dass er weiterhin für Rückfragen und Unterstützung zur Verfügung steht, auch wenn er die Rolle des Vorsitzenden nicht mehr übernehmen wird. Ziel bleibt es, die Arbeit des RSG in geordneten Bahnen fortzuführen und eine handlungsfähige Mannschaft für die Region zu sichern.