„2026 willkommen zu heißen, bedeutet auch, Danke zu sagen“, eröffnete Tschesnok seine Rede. Er dankte allen Mitwirkenden des Neujahrsliedes sowie der Feuerwehr, die für Punsch und Getränke sorgte. „Wir stoßen an auf das neue Jahr – trotz der Herausforderungen, die 2025 für viele Menschen mit gemischten Gefühlen geprägt haben“, so Tschesnok. Er erinnerte an den anhaltenden Krieg in der Ukraine, die globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten und ungelöste Konflikte im Nahen Osten. Dennoch betonte er: „Den Mut sollten wir nicht verlieren. Nur gemeinschaftlich können wir die großen Herausforderungen bestehen.“
Trotz dieser globalen Schwierigkeiten konnte Hünfeld im vergangenen Jahr wichtige Fortschritte vorweisen. „Unsere Stadt, unsere Heimatstadt Hünfeld, ist insgesamt gut aufgestellt, weil wir in den wesentlichen Fragen und Zukunftsentscheidungen immer wieder einen breiten Konsens gefunden haben“, erklärte Tschesnok. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf über 9000 und der Behördenstandort profitierte vom Ausbau der Bundespolizei.
Auch die soziale Infrastruktur wurde weiter modernisiert: Kinderbetreuung und Schulen wurden ausgebaut, die Infrastruktur ist auf gutem Stand, und dank Fördermitteln konnte Besonderes wie der neue Bikepark in Sargenzell umgesetzt werden. Die Innenstadtentwicklung wird durch einen Masterplan vorangetrieben. Zudem sind Investitionen in sozialen Wohnungsbau und ein neues Baugebiet auf der Molzbacher Höhe geplant, während fünf Stadtteile ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurden. „All das wurde solide finanziert, ohne neue Schulden zu machen“, unterstrich der Bürgermeister.
Besonderes Augenmerk legte Tschesnok auf den Zusammenhalt in der Stadt: „Hünfeld ist stark, weil wir gemeinsam an einem Strang ziehen und viele Bürgerinnen und Bürger sich ehrenamtlich engagieren. Auch und vor allem im Ehrenamt tun Menschen weitaus mehr, als es ihre Pflicht wäre. Bewahren wir diesen konstruktiven Geist, dann werden wir auch 2026 die Herausforderungen meistern.“
Den musikalischen Höhepunkt der Feier bildete das traditionelle Hünfelder Neujahrslied, das auf das 19. Jahrhundert zurückgeht und von Handwerksmeistern einst auf dem Rathausdach gesungen wurde. Heute wird es vom Projektchor und dem Bläserquintett aufgeführt. Zum Abschluss stimmten alle Besucher gemeinsam das Kirchenlied „Großer Gott, wir loben Dich“ an. Bürgermeister Tschesnok wünschte allen Anwesenden Gesundheit, Wohlergehen und ein friedliches Jahr 2026, bevor die Feier mit Punsch und Getränken der Freiwilligen Feuerwehr Hünfeld ausklang.
