Lokales FD 11.01.2026

Neues Staffellöschfahrzeug in Schmalnau feierlich eingeweiht

Ebersburg (sk) – Gut gefüllt war die Mehrzweckhalle Schmalnau am Samstag, die Feuerwehr hatte zur Weihe ihres neuen Fahrzeugs eingeladen. Pfarrer Jens Körber sprach dabei wahrscheinlich vielen aus dem Herzen, als er betonte es brauche „außer Stahl und Technik zuvorderst die Menschen, welche mit ihrem Einsatz für andere manchmal sogar ihr Leben riskieren”.

Foto: Stefan Krug.

Ortsvorsteher Daniel Kreis, gleichzeitig Vorsitzender des Feuerwehrvereins, konnte unter den Ehrengästen neben dem örtlichen Pfarrer Przemyslaw Kowalewski auch Jens Körber (Petersberg), begrüßen. Nach einem Wortgottesdienst weihte dieser das Fahrzeug und wünschte möglichst wenige und unfallfreie Einsätze. Für Körber war der Termin eine besondere Freude. Als gebürtiger Schmalnauer war er selbst in aktiv in der dortigen Jugendfeuerwehr und ist bis heute Mitglied im Verein.

Nach der Weihe gratulierte Landrat Bernd Woide – auch mit einem sogenannten „Flachgeschenk” – der Wehr. Der Kreis habe dazu mit einem „kleinen Beitrag von fast 80.000 Euro” beigetragen. Nun sei es gut, dass es die Arbeit der Feuerwehr erleichtere: „Das Wichtigste ist dabei immer der Mensch. Menschen, die ihr persönliches Wohl hintenanstellen und das Wohl der Allgemeinheit davor.” Dies sei umso wichtiger in einer Gesellschaft, in der zunächst immer erst auf das eigene „Ich” fokussiert werde: „Und das ist einem Feuerwehrmann fremd.” Er dankte nochmals den vielen Aktiven in allen Abteilungen der Schmalnauer Wehr, denen der Applaus gelten solle.

Bürgermeister Benjamin Reinhart nannte die offizielle Weihe einen großen Tag für die Gemeinde: „Wir haben investiert in die Sicherheit unserer Bürger.” Dabei dankte er besonders der Schmalnauer Feuerwehr sowie Gemeindebrandinspektor Peter Ebert für die intensive Begleitung während der Beschaffung. Für Ebersburg sei die Anschaffung nur zu schaffen, wenn verschiedene Ebenen zusammenarbeiten: „Der Preis eines solchen Fahrzeugs ist sehr hoch – aber das ist für die Sicherheit nicht das Entscheidende.“ Auf Nachfrage nach der Veranstaltung nannte Reinhart Gesamtkosten von 560.000 Euro, wozu der Landkreis und dass Land Hessen jeweils rund 80.000 Euro beigetragen haben.

Nach weiteren Grußworten von Kreisbrandinspektor Adrian Vogler, der Geschäftsführerin des Kreisfeuerwehrverbands Annalena Kettner und dem Gemeindebrandinspektor gab der Schmalnauer Wehrführer Markus Kleinhenz einen kleinen Einblick in den Beschaffungszeit. Von den ersten Planungen bis zur Fahrzeugweihe seien über vier Jahre vergangen. Für Planung und Umrüstung des neuen Fahrzeugs seien 380 Stunden von den Wehrleuten geleistet worden. Weitere 160 Stunden kamen hinzu für die ersten Übungen und Einweisungen. Nach nur vier Tagen hatte das Staffellöschfahrzeug dann seinen ersten Einsatz bei einem Verkehrsunfall zwischen Ried und Weyhers in Höhe vom Ritzelshof. Ziemlich außergewöhnlich daran war sicherlich, dass auch das vorherige Fahrzeug, das übergangsweise im Gerätehaus Ried untergestellt war, mit ausgerückt war. Der Rieder Wehrführer Andreas Baumgarten nannte es „fast romantisch”, dass die Fahrzeuge ein „Date” hatten.