Lokales FD 24.01.2026

Neue Rettungswachen – Einweihung in Großenlüder und Hosenfeld

Hosenfeld/Großenlüder (gü) – Gleich zwei neue Rettungswachen konnten der Landkreis Fulda und die Malteser am Freitag gemeinsam eröffnen. Der bisherige Standort in Kleinlüder wurde durch zwei neue Wachen in Hosenfeld und Großenlüder ersetzt. Die Eröffnung einer weiteren Wache in Flieden steht in der kommenden Woche an. Damit wurde die Struktur der Rettungswachen im Westen und Süden des Kreisgebiets neu geordnet.

Eröffnung der neuen Wache in Hosenfeld. Foto: Christine Görlich.

Auch in Großenlüder sind die Malteser seit Beginn des Jahres stationiert.

Mit Blick auf die Einsatzzahlen sagte Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt in Hosenfeld: „Es zeigt, wie sinnvoll das für die Menschen in der Region ist, wie wichtig es ist, dass wir die Rettungswache hier haben.“ Zum Kerneinsatzgebiet des in Hosenfeld stationierten Rettungswagens gehören die Gemeinde selbst, sowie die Orte Kleinlüder, Hauswurz, Kauppen und Giesel, die zuvor zum Teil aus Kleinlüder und zum Teil aus Fulda angefahren worden waren. „Die Zahlen zeigen schon, dass hier die richtige Entscheidung getroffen wurde“, sagte Markus Wiesler von den Maltesern, Leiter der Rettungswache Großenlüder/Hosenfeld. Auch Bürgermeister Frederik Hohnstein freute sich über den Einzug der Malteser: „Ich finde es super, dass wir jetzt eine Rettungswache im Kernort haben.“ Von seinem Büro im Rathaus bekomme er immer mit, wenn die Malteser mit Martinshorn ausrücken. Während die Sozialräume für die Besatzung schon fertig und bezogen sind, befindet sich die neue Fahrzeughalle noch in Bau. Die Rettungswache Hosenfeld wird als Außenstelle der Wache Großenlüder betrieben.

In Großenlüder haben die Malteser zu Jahresbeginn eine Interimswache in der Industriestraße bezogen. In einem Wohnhaus wurden Aufenthaltsräume hergerichtet und daneben ein Carport für die beiden Einsatzfahrzeuge errichtet. Ein dauerhaftes und allen Anforderungen gerecht werdendes Quartier befindet sich noch in Planung. „Unser Ziel ist, den Standort nochmal ein Stück weiter in Richtung Ortskern zu verlegen“, sagte Bürgermeister Florian Fritzsch, der sich Synergien mit der Feuerwehr erhofft, aber auch sehr dankbar ist, dass es mit Hilfe der Bürgerschaft gelungen war, diesen Interimsstandort herzurichten. Zum Kerneinsatzgebiet der neuen Wache in Großenlüder gehören die Gemeinde Großenlüder ohne Kleinlüder, die Gemeinde Bad Salzschlirf sowie die Fuldaer Stadtteile Lüdermünd und Malkes.

Der Landkreis Fulda ist für die Beauftragung des Rettungsdienstes zuständig und arbeitet mit den Maltesern sowie den DRK-Kreisverbänden Fulda und Hünfeld zusammen. „Es ist ganz selten, dass wir so viele zusätzliche Wachen generieren können“, sage Schmitt mit Blick auf die Eröffnungen in Hosenfeld, Großenlüder und Flieden sowie den geplanten neuen Standort in Hünfeld. Nötig und möglich geworden sei dies durch steigende Einsatzzahlen. Im Jahr 2023 gab es im gesamten Kreisgebiet rund 35.000 Einsätze, das habe eine gute Verhandlungsbasis für die Gespräche mit den Krankenkassen geboten. Einen besonderen Dank richteten alle Beteiligten an die Mitarbeiter, die die Einsätze fahren, denn ohne sie wären auch Wachen und Rettungswagen nichts Wert.

 

Zwei neue Rettungswachen eingeweiht. Fotos: Christine Görlich.