Der Minister ließ seinen Worten Taten folgen und brachte die Plakette zusammen mit dem Geschäftsführer von Lotto Hessen, Martin J. Blach, am Haus „Zum roten Ochsen" in Fulda an. Mit seinem Besuch würdigte er das große Engagement der Eigentümer für den Denkmalschutz. Die Eigentümer Alexandra und Michael Mans waren mit dem dritten Platz des Hessischen Denkmalschutzpreis in der Kategorie „Privates Bauen" ausgezeichnet worden. „Vielen Dank an alle Handwerker, die eine unglaubliche Leistung erbracht haben“, freute sich Michael Mans. Minister Gremmels erklärte in seiner Rede: „Diese gelungene Sanierung ist das Ergebnis des außergewöhnlichen Engagements der Eigentümerfamilie Mans sowie der engen Zusammenarbeit mit Denkmalbehörden, der Stadt Fulda und Fachleuten aus Architektur, Planung Restaurierung und Handwerk. Sie hat Vorbildfunktion und zeigt, wie sich denkmalgeschützte Gebäude erfolgreich bewahren und zeitgemäß nutzen lassen. So trägt Denkmalschutz zu Identität, nachhaltiger Bauentwicklung und lebendigen Innenstädten bei.
Dieses herausragende Zeugnis der Fuldaer Stadtgeschichte beeindruckt mich sehr und macht deutlich, dass der Einsatz der Preisträger und aller an der Sanierung Beteiligten sich gelohnt hat". Gremmels betonte das Denkmal auch etwas Schönes sein kann und dem negativen Ruf deutlich nachhängt. „Zu Denkmalschutz gehört Geduld und Zeit“, sagte er und konnte sich bereits von der Küche überzeugen. Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bedankte sich im Namen der Stadt für den Mut und die Leidenschaft der Besitzerfamilie. „Wir können dankbar sein für die Menschen, die mit Blick auf die Historie mit großer Leidenschaft daran arbeiten, das die Gebäude ihre Geschichten erzählen können“. Der Austausch mit der Eigentürmerfamilie habe während der Coronazeit begonnen und den Inhabern einiges abverlangt. „Es hat Mut und Leidenschaft gebraucht, hier zu investieren“, betitelt er die Familie als wahrhaftige Vorbilder. „Unsere Stadt ist die schönste Stadt Hessens. Das liegt am wunderbaren Stadtbild, was unsere Geschichte erzählt“, ergänzte der OB.
Martin J. Blach, Sprecher der Geschäftsführung von Lotto Hessen, betonte. „Die Familie Mans hat gezeigt, dass mit Mut, Leidenschaft und viel Liebe zum Detail etwas Besonderes entstehen kann – ein Ort, der Geschichte und Moderne auf besondere Weise verbindet. Diesen vorbildlichen Einsatz für unser kulturelles Erbe unterstützt Lotto Hessen über den Hessischen Denkmalschutzpreis und die Erträge der Rubbellose seit inzwischen 40 Jahren. Die heute angebrachte Plakette soll das Engagement der Eigentümer sichtbar machen und andere inspirieren - jetzt und in Zukunft". Der Hessische Denkmalschutzpreis wurde 1986 vom Landesamt für Denkmalpflege in Hessen und der Lotto Hessen GmbH, die auch das Preisgeld stiftet, ins Leben gerufen. Er wird jährlich an Privatpersonen, bürgerschaftliche Initiativen oder Körperschaften verliehen und würdigt vorbildliches Engagement in der Denkmalpflege.
Das Haus „Zum Roten Ochsen" wurde 1906 an einer stadtbildprägenden Blickachse in der Fuldaer Innenstadt als Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Im Rahmen der Instandsetzung, die von 2023 bis 2024 stattfand, legten die Eigentümer darauf Wert, das historische Erscheinungsbild wiederherzustellen. Die Erdgeschosszone mit den hohen Fenstern war in zwei Etagen unterteilt und die Fensteröffnungen teilweise zugemauert. Diese Veränderungen wurden zurückgebaut und die Steinputzflächen im Erdgeschoss wieder freigelegt. Heute befindet sich im Erdgeschoss eine Gastronomie, die die Nutzung der Vorgängerbaues mit dem heutigen Gebäude verbindet.
