Zwischen Selbstoptimierung und Gnade
Ausgangspunkt von Bürgers Predigt war ein Instagram-Post zum Thema Neuanfang und Selbstoptimierung:
„2026 is coming
Delete negative people.
Forget your past.
Accept your mistakes.
Reset your life.“
Pfarrer Bürger griff diesen Slogan auf und stellte die Frage, ob sich das Leben tatsächlich einfach „resetten“ lasse. „Vielleicht ist dieser Insta-Post deshalb so schräg, weil er ausschließlich von den eigenen Ressourcen ausgeht“, erklärte er. Der christliche Glaube und die Bibel wiesen jedoch auf eine andere Lebensquelle hin: auf Jesus Christus. „Dass das Herz fest wird, geschieht durch Gnade – also von außen.“ Auch Christinnen und Christen seien von Ängsten, Trauer sowie beruflichen oder privaten Krisen betroffen. Der Glaubenssatz „Gott, du weißt, was kommt“ sei für den Neuenberger Pfarrer eine zutiefst ermutigende Botschaft für das Jahr 2026, persönlich, für die Kirche und für die ganze Welt. Gerade zum Jahreswechsel sei es deshalb wichtig, nicht nur im Sinne der Selbstoptimierung ständig zu fragen, was man an sich selbst verändern müsse. Vielmehr gehe es darum, darauf zu vertrauen, dass man so, wie man ist, von Gott geliebt sei.
Gemeinschaft und Zuversicht zum Jahreswechsel | YouTube-Stream
Passend zur Predigt sang die Gemeinde gemeinsam Lieder wie „Meine Zeit steht in deinen Händen“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Begleitet wurde der Gottesdienst musikalisch von Christopher Schnell am Keyboard und an der Orgel. Der Silvestergottesdienst machte deutlich: Der Übergang ins neue Jahr muss nicht aus eigener Kraft bewältigt werden. In der Erfahrung von Gemeinschaft, Musik, Wort und Sakrament wurde spürbar, was die Predigt in Worte fasste: „Gott, du weißt, was kommt“ – das ist Gnade.
Der Gottesdienst wurde live auf dem YouTube-Kanal der Kreuzkirche gestreamt und kann dort weiterhin angesehen und mitgefeiert werden. www.kreuzkirche-fulda.de, www.youtube.com/live/a05h9dt0So0
