„Es ist völlig normal, dass es im Winter kalt ist, Schnee fällt oder es glatt wird. Die Hysterie der vergangenen Tage – inklusive des nahezu vollständigen Einstellens von Bahnverkehr und Schulbetrieb – zeigt, dass wir offenbar verlernt haben, mit winterlichen Bedingungen umzugehen“, erklärt Elias Philipp Herzog, Kreisschülersprecher. Der stellvertretende Kreisschülersprecher Jan Goldmann ergänzt: „Schulschließungen müssen immer das letzte Mittel sein. Schulleitungen mit dieser Entscheidung allein zu lassen und ihnen die Verantwortung zuzuschieben, ist kein verantwortungsvolles Krisenmanagement.“ Gerade vor dem Hintergrund der schlechten Ergebnisse der PISA-Studien und der massiven Unterrichtsausfälle während der Corona-Pandemie müsse alles darangesetzt werden, Schulen so lange wie möglich offen zu halten. Besonders scharf kritisiert der KSR die mangelnde Koordination und Kommunikation des Landkreises. Es könne nicht sein, dass jede Schule individuell entscheidet, ob Unterricht stattfindet oder nicht. In solchen Lagen brauche es klare, einheitliche Vorgaben. Die Verantwortung an einzelne Schulen zu delegieren, zeuge davon, dass sich der Landkreis die Angelegenheit zu einfach mache.
