Judo 27.01.2026

Krüger räumt an langem Tag ab: Neues Lieblingsturnier in Thüringen

Osthessen (pm/pf) – In Thüringen fanden am Samstag die Offenen Thüringer Judo-Meisterschaften und das Saalfelder Pokalturnier in der U21 und U30 sowie in der Old School Kategorie statt. Old School – das sind die Techniken, die vor 2008 erlaubt waren, wie zum Beispiel Beingreifer. Christian Krüger vom 1.Fuldaer Judo Club ging wie im vergangenen Jahr in der U30 und in der Old School an den Start.

Fotos: privat

Bevor es überhaupt losging, wurde Krüger von Marcus Utzat, Cheftrainer vom JC Asahi Bremen, gefragt, ob er noch bei den Mannschaftskämpfen für sein Team kämpfen möchte. Der Osthesse sagte spontan zu.

Zuerst wurde das Pokalturnier ausgekämpft. Dmytro Yerhiiev vom Chemnitzer PSV (CPSV) war Krügers erster Gegner, es entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe. Keiner von beiden konnte sich in der regulären Kampfzeit einen Vorteil verschaffen, somit musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Nach 17 Sekunden im Golden Scoore siegte Christian Krüger mit Ippon für Seoi-otoshi. Danach ging es gegen Ahmed Salim PSV Erfurt: Krüger ging nach einer Minute mit Yuko in Rückstand. 56 Sekunden vor Ende aber dann der Ippon für Krüger mit Tai-otoshi – Poolsieg und Halbfinale erreicht.

Dort ging es dann gegen Robert Cyris vom SG Moto Halle. Christian Krüger ging nach knapp einer Minute mit einer Waza-ari und anschließendem Sieben-Sekunden-Halteriff noch eine Yuko Wertung in Führung. Nach weiteren 30 Sekunden dann der Ippon für Ko-uchi-makikomi. Im Finale wartete dann wieder der Erfurter Ahmed Salim. Er war von seinem Betreuer gut eingestellt worden und verstand es, die Angriffe von Krüger zu blocken. Salim erzielte nach 45 Sekunden eine niedrige Wertung (Yuko) und verteidigte die Führung mit Glück und Können über die Zeit. Somit stand der zweite Platz und die Silber-Medaille beim Pokalturnier fest.

Danach ging es in der Old School Kategorie weiter. Dort waren es fünf Kämpfer und es wurde im Modus Jeder gegen Jeden gekämpft. Als erstes ging es für den Osthessen gegen Pavlo Dushchak CPSV. Nach 45 Sekunden ging Krüger mit einer Yoko Wertung für Soto-makikomi und anschließenden Haltegriff (elf Sekunden) in Führung und legte eine Waza-ari Wertung nach. Nach weiteren 45 Sekunden folgte eine Kombination von Seoi-otoshi (Yoko) und Haltergriff, dann der Ippon für Krüger. Im zweiten Kampf ging es wie im Pokalturnier gegen Dmytro Yerhiiev. Der Chemnitzer erzielte nach 30 Sekunden eine niedrige Wertung für eine Aushebetechnik. Durch die ständigen Angriffe auf die Beine fand Christian Krüger kein Mittel, um selbst anzugreifen. Fünf Sekunden vor Schluss dann aber doch ein Angriff vom Fuldaer, der Ippon mit einer Art O-goshi. Danach wartete Robert Cyris: Krüger bekam nach 17 Sekunden eine Yuko Wertung für Kata-guruma. Nach einer weiteren Minute folgte die Disqualifikation für Cyris, weil er das Standbein verbotenerweise angegriffen hatte. Im letzten Poolkampf hätte dann eine knappe Niederlage für den Gesamtsieg gereicht: Aber Krüger wollte das Risiko nicht eingehen und ging voll Sieg. Obwohl er überlegen war, wollte es nicht so richtig mit den Wertungen klappen. 15 Sekunden vor Schluss gab es aber dann doch die hohe Wertung mit Seoi-otoshi – damit stand der Klassensieg und die Gold-Medaille in der Old School Kategorie.

Danach standen die Mannschaftskämpfe auf dem Programm. In Absprache mit dem Bremer Trainer Utzat wurde Christian Krüger im ersten Kampf geschont. Der Bremer Coach, der Krüger schon oft in Norddeutschland beobachtete, meinte, er solle im zweiten Mannschaftskampf den Punkt für das Team „Weser Bremen“ holen. Dort ging es gegen das Team Berlin and Friends. Und wieder ging es zum dritten Mal an diesem Tag gegen Robert Cyris. Für Christian Krüger war das der neunte Kampf des Tages, er zeigte seine ausgezeichnete Kondition. Nach einer Minute gelang ihm eine Waza-ari Wertung für Ko-uchi-makikomi und er verteidigte souverän die Führung. Der Mannschaftskampf ging schließlich mit 4:3 an das Bremer Team. Am Ende stand dort der zweite Platz, weil der Mannschaftskampf gegen das Chemnitzer Team noch verloren ging.

Zwei Pokale, eine Gold- und eine Silber-Medaille gehen nun mit nach Giesel: Krüger der jetzt zum dritten Mal in Saalfeld war, sagte nur: „Das wird mein Lieblingsturnier“ – weil es nicht so weit entfern ist und er sehr viel kämpfen könne.