Die Aufstiegsrunde zu den Kreisoberligen in der Region Fulda werden im Einrunden-System mit ausgetragen. Die fünf A-Ligisten absolvieren jeweils zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele, am Ende ergibt das eine Tabelle, nach der die Kreisoberligen „aufgefüllt werden“. Die Paarungen wurden jüngst ausgelost und terminiert: Da eines der fünf Teams an jedem Spieltag spielfrei hat, wird die Runde besonders für die beiden Mannschaften intensiv, die ihren spielfreien Termin am Anfang oder Ende haben. Das sind die Vertreter der West- und Ost-Staffel.
Wie der Fuldaer Regionalbeauftragte Rainer Schmidt, gleichzeitig Kreisfußballwart Hersfeld-Rotenburg, bemerkt, sei derzeit davon auszugehen, dass es auch in der neuen Saison 2026727 weiterhin drei Kreisoberligen in Osthessen geben wird. Darüber wird seit einiger Zeit diskutiert, wobei Schmidt feststellt, dass die Kommunikation der Kreise untereinander „deutlich besser“ geworden sei: „Das freut mich“. Während ab 2027 die Spielklassenreform auf Verbandseben greifen soll, die vieles schon erleichtern würde, ist alles unterhalb der Gruppenliga weiterhin Sache der Kreise und Regionen. Doch die Fußballlandschaft bewege sich dauernd, selbst in diesem Jahr müsse abgewartet werden: Einige Spielgemeinschaften sind bereits gegründet, weitere Gerüchte halten sich hartnäckig. Jedenfalls stellt Schmidt in Aussicht, dass es in der neuen Spielzeit keine Klassen mehr mit mehr als 16 Mannschaften geben könnte – aktuell spielen die KOL Nord mit 17 und zwei A-Ligen mit gar 18 Teams.
Hier kommen die Aufstiegsanwärter ins Spiel: Die Teams aus den A-Liga Ost und West haben damit bereits 34 Spieltage in der regulären Saison, und nun auch noch die unglücklichste Auslosung der Aufstiegsrunde erwischt. Die Vertreter – die nicht unbedingt die Vizemeister sein müssen – absolvieren ihre vier Aufstiegsspiele innerhalb von zehn Tagen. Der Ost-Teilnehmer hat nach dem letzten Saisonspiel am 31. Mai auch keine echte Pause. Happig ist auch der Vergleich zwischen Nord- und Süd-Vertreter, bei dem Letzterer ein Heimspiel hat. Eine Auswärtsfahrt, nach aktuellem Stand für die SG Werratal, von über 100 Kilometern beispielsweise nach Niederzell ist denkbar.
Offizielle Beschwerden seien bei Schmidt noch nicht eingegangen, gibt er an. Jedoch äußerte der eine oder andere Verein schon im Vorfeld Unmut über die „Mammut-Saison“. Schmidt bemerkt aber, dass dieser Modus im Spielgeschehen dieser Saison von allen Kreisen in gemeinsamer Runde beschlossen worden war. Klar ist: Sieben Kreisoberligisten steigen direkt ab (drei aus dem Norden, je zwei aus Mitte und Süd). Fünf A-Liga-Meister dürfen hoch – dann muss abgewartet werden, wie viel aus der Gruppenliga herunterkommt. Durchaus möglich, dass aus der Aufstiegsrunde dann zwei A-Ligisten hoch dürfen. Die sportliche Entscheidung fällt am letzten Spieltag (16. Juni). Welcher KOL die Aufsteiger dann zugeordnet werden, steht wieder auf einem anderen Blatt. Angesichts einer möglichen Überfüllung der Nord-Staffel, da Hönebach, Neuenstein und auch Niederaula in der Gruppenliga bedroht sind, könnte es so oder so aber wieder Verschiebungen von sogenannten Grenzgängern geben.
Kreisoberliga-Aufstiegsrunde:
Donnerstag, 4. Juni 2026, 16 Uhr
A-Liga Mitte – A-Liga Nord
A-Liga Ost – A-Liga Süd
Sonntag, 7. Juni 2026, 16 Uhr
A-Liga Nord – A-Liga Ost
A-Liga West – A-Liga Mitte
Mittwoch, 10. Juni 2026, 19 Uhr
A-Liga Süd – A-Liga Nord
A-Liga Ost – A-Liga West
Samstag, 13. Juni 2026, 16 Uhr
A-Liga Mitte – A-Liga Ost
A-Liga West – A-Liga Süd
Dienstag, 16. Juni 2026, 19 Uhr
A-Liga Nord – A-Liga West
A-Liga Süd – A-Liga Mitte
