Immobilien als Renditeobjekt liegen im Trend
Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Kauf einer Immobilie als Renditeobjekt: Seit 2015 ist der Anteil an Finanzierungen von Immobilien zur Vermietung von 16 auf 26 Prozent gestiegen, zeigen Zahlen der Dr. Klein Privatkunden AG aus dem Sommer 2025. Vor allem vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Mieten der vergangenen Jahre lohne sich das Investment in eine Immobilie, die durch die Zahlungen der Mieter ein passives Einkommen generiert. Und da der Wohnraum gerade in Ballungsräumen auch in der Zukunft knapp bleiben werde, sei eine solche Kapitalanlage weiterhin eine gewinnbringende Option.
Doch nicht nur die Mieten sind in den vergangenen Jahren deutlich in die Höhe geschnellt, auch die Kaufpreise der Immobilien erreichten fast jedes Jahr neue Rekorde. Im Jahr 2025 sind sie weiter gestiegen, im Durchschnitt um 2,3 Prozent im Vergleich zu 2024. Einer IfW-Studie zufolge werden die Preise für Wohnimmobilien im Jahr 2027 neue Höchststände erreichen.
Doch die EZB hat den Leitzins in den Jahren 2024 und 2025 mehrfach gesenkt, zuletzt im Juni 2025 auf 2,15 Prozent. Das hat die Finanzierungsmöglichkeiten verbessert.
Mieteinnahmen, Wertsteigerung und steuerliche Vorteile
Auch für die Experten der tecis Finanzdienstleistungen AG ist eine Immobilie eine gute Anlagemöglichkeit, die auch in Krisenzeiten Rendite bringen kann. Denn über Mieteinnahmen, Wertsteigerungen und steuerliche Ersparnisse könne mit einer solchen Investition langfristig Rendite erzielt werden.
Allerdings gebe es bei Immobilieninvestitionen einiges zu beachten: So sei es laut der Finanzfachleute von tecis wichtig, über ein stabiles Einkommen, ausreichende Rücklagen und die Bereitschaft zur langfristigen Investition zu verfügen. Zudem sollten sich Käufer über den notwendigen Aufwand für die Pflege und Verwaltung der Immobilie im Klaren sein.
Entscheidendes Kriterium beim Immobilienkauf: Die Lage
Wer eine Immobilie als Renditeobjekt erwerben möchte, sollte sich zudem intensiv mit der Lage beschäftigen – denn diese entscheidet zu großen Teilen, ob die Investition stabile Mieteinnahmen ohne hohe Mieterfluktuation erwirtschaftet und langfristig eine Wertsteigerung erfährt. Generell empfehlen sich größere Städte, denn dort sind die Mieten hoch und somit die Renditen gut.
Allerdings ist für einen solchen Kauf vergleichsweise viel Eigenkapital notwendig. So können günstigere Lagen außerhalb der sogenannten A-Städte für Einsteiger ebenfalls interessant sein – vor allem wenn die Käufer selbst in der Nähe wohnen. Denn die Verwaltung einer Immobilie aus der Ferne ist häufig schwieriger, insbesondere bei der Suche nach Mietern oder der Kontrolle von Handwerkern.
Idealerweise wird beim Kauf ein bereits bestehendes Mietverhältnis übernommen und fortgeführt. Das hat den großen Vorteil, dass von Anfang an Miete fließt und die monatliche Kreditrate abgesichert ist.
Immobilienfonds als Alternative
Wer nicht direkt in Wohneigentum investieren möchte oder kann, aber dennoch vom Immobilienmarkt profitieren will, kann auf einen Immobilienfonds zurückgreifen. Mit ihm erwerben Anleger Anteile, ohne sich um die Vermietung und Verwaltung der Objekte kümmern zu müssen. Sie haben dabei freie die Wahl, was Höhe und Dauer ihres Investments betrifft.
