Herzstück der Aktion waren Spenden, die rund um den Heimspieltag gegen den TV Külte am 7. Dezember letzten Jahres gesammelt wurden. Zusätzlich stellt die HSG dem Elternverein auch die gesamten Einnahmen des Spieltages, insbesondere aus dem Essen- und Getränkeverkauf, zur Verfügung. Allein dadurch belief sich der Betrag auf 4000 Euro. Ein besonderer Beitrag kam zudem von Volker Röhm, dem Onkel von HSG-Torhüter René Herber. Als Nikolaus sammelte Röhm zwischen dem 5. und 20. Dezember weitere Spenden in Höhe von 2.100 Euro. Auch hierfür wird es vor dem Spiel gegen Bettenhausen eine offizielle Übergabe geben.
Daniel Heller vom Elternverein für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen machte bei der Aktion deutlich, wie wichtig solche Unterstützung ist. „Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, leidet darunter die ganze Familie – natürlich das Kind selbst am meisten. Aber eine Gruppe wird dabei oft vergessen: die Geschwister“, erklärte Heller. Häufig blieben diese aus reiner Notwendigkeit im Hintergrund. „Wenn mehrmals pro Woche Arzttermine anstehen, bleibt keine Zeit mehr, Geschwister zum Schwimmen oder zum Handballtraining zu fahren.“ Aus diesem Grund habe der Verein im Jahr 2024 spezielle Angebote ins Leben gerufen. „Wir haben zwei Gruppen für Geschwisterkinder gegründet und organisieren regelmäßig Veranstaltungen mit verschiedenen Aktivitäten. Im kommenden Sommer geht es zum Beispiel in den Europapark.“ Heller bedankte sich ausdrücklich bei den Organisatoren: „Ich möchte mich ganz herzlich für die Kooperation bedanken – bei allen, die gespendet haben, aber auch beim Verein Großenlüder/Hainzell.“
Auch David Medler, erster Vorsitzender der DJK SSV Großenlüder, zeigte sich bewegt vom Engagement rund um den Heimspieltag. „Die Spendenboxen waren wirklich gut gefüllt. Als Verein haben wir den Betrag dann noch ein bisschen aufgehübscht, damit am Ende eine runde Summe zusammenkommt“, sagte Medler. Vielen Eltern sei nicht bewusst, wie gravierend eine solche Erkrankung für eine Familie sei. „Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die diese Aktion mit organisiert haben, und natürlich bei jedem Einzelnen, der dazu beigetragen hat, dass dieser Betrag zustande gekommen ist.“
Volker Röhm unterstrich seine persönliche Motivation für das Engagement. „Ich bin seit 23 Jahren unterwegs und sammle Spenden für gemeinnützige Zwecke“, erklärte er. Als er im vergangenen Jahr von der Aktion erfuhr, sei für ihn sofort klar gewesen, sich zu beteiligen. „Ich war vom 5. Dezember bis zum 20. Dezember unterwegs, dabei sind 2.100 Euro zusammengekommen.“ Besonders wichtig sei ihm dabei der Gedanke, Familien direkt zu helfen: „Für mich steht im Vordergrund, auch die betroffenen Familien zu unterstützen.“
Die Spendenaktion „HSG hilft“ wurde maßgeblich von HSG-Torhüter René Herber mitorganisiert und stieß sowohl bei Zuschauern als auch im Vereinsumfeld auf große Resonanz. Mit der Übergabe der Spendenschecks vor dem Heimspiel setzt die HSG Großenlüder/Hainzell ein starkes Zeichen für soziales Engagement über den Sport hinaus.
