Nach ein paar Einheiten im Fitnessstudio in Hünfeld trafen sich Mannschaft und Trainerteam am Montag erstmals wieder auf dem Platz. „Der erste Eindruck war gut. Ich gehe davon aus, dass die Jungs etwas für sich gemacht haben. Sie sollten erstmal durchschnaufen, aber dann war es doch eine lange Pause, in der sie das individuelle Training wieder aufnehmen sollten“, so der Coach. „Wir sind ja alle Sportler. Sechs Wochen Pause waren wirklich sehr lange“.
Auf eine Siegesserie zum Start folgte ein Einbruch, letztlich ging der HSV als Zwölfter in die Winterpause, war dadurch aber umso mehr gewarnt, dass in der Hessenliga nichts selbstverständlich ist. Ruhig war die Pause für Helmke nicht unbedingt, viele Stunden verbrachte er mit Videoanalyse. „Offensichtlich ist: Wir brauchen eine extreme taktische Disziplin gegen den Ball“, macht der Trainer klar. Dabei sei die Rede von Intensität und Power, die dann in Zweikampfhärte und -stärke münden sollen. „Wir haben im läuferischen Bereich einige Spiele gezogen, aber da gab es dann auch schon noch Unterschiede in der Vorrunde“, hat Helmke analysiert. Demnach liege ein klarer Schwerpunkt in der Vorbereitung auf Fitness und Athletik, doch auch fußballerisch will das Team Schritte nach vorne machen.
Eine Hiobsbotschaft vorab: Jonas Simon erlitt bei einem Hallenturnier einen Kreuzbandriss. Diese Nachricht schockte den HSV Anfang des Jahres. „Klar, in erster Linie hat er selbst auch damit zu kämpfen. Wir hoffen, dass die OP Anfang Februar gut verläuft“, bedauert Helmke: „Das ist für uns natürlich ein Rückschlag. Umso wichtiger, dass wir das mannschaftlich wieder auffangen“. Zumindest sind die Langzeitverletzten dagegen wieder im Training: Boas Kümmel, Luca Uth und Thore Hütsch sind mit dabei. Auch Dennis Müller steigt nach seinem Patellasehnen-Abriss wieder ein, doch bei ihm ist der HSV besonders vorsichtig. „Er hat extrem viel für sich gearbeitet“, lobt Helmke: „Aber für ihn ist es jetzt auch das erste Mal wieder auf dem Platz“.
Die Testspiele haben es in sich – gleich zwei stehen am ersten Wochenende an: Freitag kommt der Würzburger FV, ehe es am Sonntag nach Borsch geht. Die SG Barockstadt, Bad Soden und Steinbach sind schon fast traditionell gern gesehene Testspiel-Partner, und vor dem Restrundenstart in Baunatal geht es bereits nach Nordhessen: Die Generalprobe steigt bei den Junglöwen aus Kassel, aktuell Verbandsliga Nord-Primus.
Die Testspiele in der Übersicht:
Fr., 23. Januar, 19 Uhr: Würzburger FV (H)
So., 25. Januar, 14 Uhr: SV Borsch (A)
Sa., 31. Januar, 13 Uhr: SG Barockstadt (H)
Sa., 7. Februar, 14.30 Uhr: SG Bad Soden (H)
Sa., 14. Februar, 14.30 Uhr: SV Steinbach (H)
Sa., 21. Februar, 13 Uhr: KSV Hessen Kassel II (A)
