Fußball 21.01.2026

Hessenliga – Helmke-Ära endet im Sommer – HSV auf Trainersuche

Hünfeld (pf) – Im Sommer ist Schluss – zumindest im aktuellen Amt: Johannes Helmke geht in seine letzte Halbserie als Trainer des Fußball-Hessenligisten Hünfelder SV. Dies wurde im Rahmen der ersten Trainingseinheit diese Woche kommuniziert.

Johannes Helmke (39) hat in seinen Jahren als Trainer des HSV viel bewegt. Foto: Christine Görlich

Helmke reiht sich damit in die Liste der langjährigen HSV-Trainer ein: Oli Bunzenthal coachte sieben Jahre an der Rhönkampfbahn, Dominik Weber ebenfalls, Helmke zieht nun im Sommer 2026 nach dann sechs Jahren im Amt einen Schlussstrich. „Sowas entscheidet man nicht von heute auf morgen“, gibt er an und sagt, dass es im Herbst schon erste Überlegungen gab. Mit dem Verein nahm er dann rund um den Jahreswechsel die Gespräche auf und war offen in seinen Ansichten.

Weniger sportlich und mehr persönlich seien die Gründe für seinen Abschied. „Ich habe eine super Mannschaft“, sagt Helmke. Viele Jungs entwickelte er jahrelang, andere holte er und bastelte damit seinen Kader, der sich in der Hessenliga etabliert hat. „Der Verein, das ganz Umfeld ist klasse“, ergänzt der Trainer, aber sagt dazu: „Es macht alles Spaß, aber ist gleichzeitig enormer Zeitaufwand, weil wir ja alle noch Jobs haben. Im Profibereich kannst du dich voll auf die Traineraufgaben konzentrieren, in der Hessenliga nicht unbedingt“. Diesen Aufwand möchte er nun zurückfahren.

Mehr als die Hälfte seines Lebens verbrachte Helmke beim HSV in verschiedensten Rollen, stieg nach der Spielerkarriere direkt ins Trainergeschäft ein. Ganz verschwinden aus dem Verein werde er natürlich nicht: „Meine Jungs spielen in der Jugend, da bin ich ja heute schon eingebunden. Mir fällt da schon was ein“. Erstmal gehe es dem Lehrer mit seinem Entschluss aber „gut“ – und bis Sommer wartet noch eine Aufgabe in der Hessenliga. Die Saison sportlich so gut es geht zu Ende zu bringen. „Ich habe große Energie für die nächsten Monate“.

Geplant sind derweil schon zwei Tests am Wochenende: Am Freitag (19 Uhr) zuhause gegen Würzburger FV und am Sonntag (14 Uhr) beim SV Borsch in Geisa. Ob das Freitagsspiel allerdings stattfindet, scheint aufgrund der Wetterlage fraglich, da der Kunstrasen abends vereist sei. Die Belastung möchte der Coach im Falle des Falls so steuern, dass niemand gleich 90 Minuten Vollgas geben müsse, aber die meisten dennoch mit höchster Intensität zumindest eine Halbzeit spielen.

Wie es auf der Trainerposition zur neuen Saison weitergeht, ist noch unklar. Der Wechsel von Weber zu Helmke lief damals intern ab – zunächst fokussieren sich alle aber auf die Restrunde.