Aktuell dominieren Atemwegserkrankungen. „Zurzeit behandeln wir zahlreiche Patienten mit Influenza. Seit etwa zwei Wochen verzeichnen wir einen stetig hohen Zustrom von Menschen mit Atemwegserkrankungen und -beschwerden. Besonders viele Patienten leiden an Influenza, Infekten der Bronchien und der Lunge sowie an chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD)“, erklärt Schmitt.
Die Grippesaison habe in diesem Jahr früh begonnen, bereits Ende November, und die Zahlen der gemeldeten Influenzafälle stiegen deutlich an. „Insgesamt sind die Grippefallzahlen, insbesondere für Influenza A, deutlich höher als im Vorjahr. Neben der Grippe ist COVID-19 aktuell einer von mehreren respiratorischen Erregern, und im Winterhalbjahr sorgen die saisonalen Wellen dieser Viren für einen ‚Mix‘ von Infektionen“, berichtet Schmitt.
Die hohe Patientenzahl wirkt sich auf die Bettenauslastung und den Stationsbetrieb aus. „Das Herz-Jesu-Krankenhaus ist derzeit stark ausgelastet, die Bettenbelegung ist sehr hoch. Aufgrund der Notwendigkeit, Patienten mit Influenza, COVID-19 und anderen Infektionen zu isolieren, steigt die Belastung für das Krankenhauspersonal. Die Patientenversorgung ist weiterhin in vollem Umfang gewährleistet, alle Patienten werden adäquat versorgt, der medizinische Betrieb läuft ohne Einschränkungen“, so Schmitt. Auch das Personal ist betroffen: „Wir beobachten aktuell einen Anstieg an erkältungs- und grippebedingten Ausfällen im Team.“
Um die Notaufnahme zu entlasten, gibt Schmitt folgende Empfehlung: „Eine klare Patientensteuerung im Ablauf unterstützt die Notaufnahme. Menschen mit unkomplizierten Erkältungs- bzw. Grippesymptomen sollten zuerst den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. So bleibt die Notaufnahme für medizinische Notfälle verfügbar. Aufgrund des derzeit hohen Patientenaufkommens kann es dennoch zu längeren Wartezeiten kommen – hierfür bitten wir um Verständnis.“
Darüber hinaus betont Schmitt die Bedeutung von Impfungen und Hygienemaßnahmen: „Impfungen bleiben wichtig, vor allem für Risikogruppen wie ältere oder immunsupprimierte Patienten sowie Menschen mit Vorerkrankungen. Das Tragen eines Mundschutzes spielt ebenfalls eine sinnvolle Rolle, gezielt und situationsabhängig.“
Sie erklärt, wann das Tragen eines Mundschutzes sinnvoll ist:
- Bei Krankheitssymptomen, um die Weitergabe von Viren zu reduzieren, besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln, Arztpraxen oder bei engem Kontakt.
- Zum Schutz vulnerabler Personen in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder beim Besuch älterer und immungeschwächter Menschen.
- In stark frequentierten Innenräumen während einer hohen Erkältungs- oder Grippewelle.
„FFP2- oder KN95-Masken bieten sehr guten Eigen- und Fremdschutz, OP-Masken guten Fremdschutz und mäßigen Eigenschutz. Auf das korrekte Tragen über Nase und Mund ist unbedingt zu achten“, so Schmitt abschließend.
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