Fußball 04.01.2026

Gruppenliga – SGOZ auf Talfahrt: Gajic will Gemeinschaft stärken

Oberzell/Züntersbach (jk) – Den Kopf frei bekommen und das „Fußball-Korsett“ öffnen sollen die Fußballer der SG Oberzell/Züntersbach. Zum Jahreswechsel steht der Gruppenligist auf den neunten Tabellenplatz. Die Gründe liegen für Trainer Rodoljub Gajic klar auf der Hand. Mit einer ordentlichen Wintervorbereitung soll es für den amtierenden Meister wieder in die obere Tabellenhälfte gehen.

Foto: Manfred Völler.

„Die Jungs sollen abschalten, den Kopf freibekommen vom Fußball und die freie Zeit einfach genießen“, sagt Gajic zur Winterpause. Die Vorrunde bei der SGOZ war geprägt von Höhen und Tiefen und hinterließ Spuren. Der Saisonstart war etwas holprig, erst am neunten Spieltag setzte sich das Team von Gajic auf dem zweiten Tabellenplatz fest. In einigen Spielen konnte der amtierende Gruppenliga-Meister sein ganzes Potenzial auf den Platz bringen - doch dann folgte ein Oktober zum Vergessen. Geplagt von Ausfällen aufgrund von Urlaubern, Verletzungen oder Krankheitsfällen brach die SGOZ völlig ein, legte eine Niederlagen-Serie von sechs Spielen hin und rutschte kurzerhand bis auf den neunten Platz ab. „Fußball ist nicht immer zu erklären. Wenn es gut läuft, gewinnt man auch mal Spiele dreckig mit 1:0. Wenn es nicht gut läuft, dann verliert man sie 0:1“, erklärte Trainer Gajic. „Fußball bleibt Teamsport. Da muss man gemeinsam Arbeiten“, betont der Coach, der sich nicht nur an die negativen Zeiten in dieser Saison erinnert. „Das Team hatte super Momente“, erläutert er, lässt aber durchblicken: „Insgesamt liegen wir hinter den Erwartungen.“

Der volle Fokus liege nun voll auf der gemeinsamen Rückrunde. Dabei hat Gajic einen Wunsch: „Das sich alle aktiver einbringen und Verantwortung übernehmen“. Rückschläge gehören zu Entwicklung, wie der Coach betont. „Das sollten wir akzeptieren. Wir haben in der Vorrunde bewiesen, das wir eine gewisse Qualität in den eigenen Reihen haben“. In der vergangenen Saison feierte die SGOZ noch die Meisterschaft, dieses Jahr wird dieses Unterfangen nach 26 Punkten aus den ersten 17 Spielen schwer, aber nicht gänzlich unmöglich. Lediglich sechs Zähler fehlen bis zur SG Aulatal an der Spitze. „Wir wollen uns im oberen Tabellendrittel wiederfinden“, so Gajic, der den Finger hebt und warnt. „Einige Mannschaften hatten ihre Schwächephasen schon. Dadurch ist in der Liga auch alles so eng beieinander“. Die Gruppenliga sei auch in diesem Jahr traditionell sehr ausgeglichen, jeder könne jeden schlagen. „Es gibt keine Überperformer. Wir müssen jedes Spiel so angehen, als wäre es ein Finale“. Mit einer guten Trainingsbeteiligung soll dann in die Wintervorbereitung eingestiegen werden. Dabei legt der Coach besonders großen Wert auf die Gemeinschaft. Auch im taktischen Bereich möchte der Coach nochmal nachlegen. Neuzugänge seien derzeit keine geplant. Mit acht Neuzugängen im Sommer befindet sich die SGOZ bereits in einem größeren Umbruch. Tom Klüh, Steven Mächtel und insgesamt sechs Spieler von der TSV Weichersbach ziehen seit dieser Spielzeit das Trikot des Gruppenligisten an. „Sie entwickeln sich gut, manche haben gezeigt, dass sie der Gruppenliga ihren Stempel aufdrücken können“, lobt Gajic. Zudem kehren mit Michel Löffert (Knöchelverletzung) und Valentin Ankert (Kreuzbandriss) zwei wichtige Spieler aus einer längeren Verletzungspause zurück. Auch Schlussmann Robin Dorn soll im restlichen Saisonverlauf langsam wieder herangeführt werden. „Wir müssen bei allen Spielern mit Bedacht vorgehen. Gerade im Winter ist es nicht leicht, aus einem Kreuzbandriss zurückzukommen“, so Gajic.