Fußball 14.01.2026

Gruppenliga – SGNK glaubt an Klassenerhalt – Rückkehrer im Fokus

Niederaula/Kerspenhausen (jk) – Nach der Meisterschaft in der Kreisoberliga Nord kamen die Fußballer der SG Niederaula/Kerspenhausen lange nicht mehr aus den Feierlichkeiten raus. Doch in der Gruppenliga sieht es trotz souveränem Saisonstart nicht besonders rosig aus: Mit 19 Punkten und Tabellenplatz 13 ist für den amtierenden KOL-Meister die Messe zwar noch lange nicht gelesen, einfach wird es jedoch nicht, sich auch in der nächsten Saison Gruppenligist nennen zu dürfen.

Archivfoto: Pascal Fischer

Der Start in die Saison konnte sich mehr als sehen lassen. Die Meisterschaftseuphorie nahmen die Fußballer auch in die Gruppenliga mit und machten direkt deutlich, dass mit Niederaula/Kerspenhausen zu rechnen sei. In den ersten fünf Spielen blieb der Aufsteiger ungeschlagen. Darunter konnte die SGNK einige gute Ergebnisse gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte, wie beispielsweise Bronnzell (2:2), Künzell und Bad Soden II (beide 2:1), einfahren.

So gut der Saisonstart aber auch verlief, so schnell zahlte die SGNK in den folgenden Partien Lehrgeld. Nach der 0:1-Niederlage gegen Vogelsberg am sechsten Spieltag, konnte der KOL-Meister kein einziges Spiel mehr gewinnen. Es folgten zwei Unentschieden und sieben Niederlagen bis zur Winterpause. Trainer Ernest Veapi ist mit dem aktuellen Tabellenplatz daher weniger zufrieden. „Wir haben stark und gut angefangen. Dann aber Punkte liegen gelassen, die nicht nötig waren.“ In einigen Spielen spielte sein Team auf Augenhöhe mit dem Gegner, jedoch fehlte oftmals auch das Quäntchen Glück, um aus der Negativspirale wieder herauszukommen. „In der Liga ist sehr viel Athletik und Kondition gefragt. Da ist nicht nur Fußball, sondern auch Körper gefragt“, zieht Veapi den Vergleich zur Kreisoberliga.

In der Aufstiegs-Saison dominierte die SGNK mit 103 Toren die Liga beinahe nach Belieben – in der Gruppenliga gelangen in 16 Spielen bislang 25 Treffer. Dennoch sieht der Coach eine Entwicklung innerhalb seines Teams. „Wir müssen aber erstmal in der Liga ankommen“. Die Gruppenliga sei so eng und spannend wie wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr. Zwischen dem Tabellenersten und dem Zwölften liegen aktuell lediglich sieben Punkte. „Holst du sechs Punkte, bist du wieder im Soll. Jeder kann jeden schlagen“, erklärt Veapi und lobt sein Team: „Wir haben keine Klatsche bekommen und haben immer versucht, mitzuhalten.“ Spielerisch sei das dem KOL-Meister durchaus gelungen, jedoch sei Fußball Ergebnissport: „Und die fehlen aktuell.“

Mit Beginn der Winterpause hatten die Spieler zunächst Gelegenheit, sich zu erholen und den Kopf freizubekommen. Aufgrund der vergleichsweise langen Unterbrechung setzt Trainer Veapi darauf, dass seine Mannschaft auch abseits des regulären Trainings eigenständig an ihrer Fitness arbeitet. „Jeder kennt die Situation. Es ist noch alles möglich, der Abstand zum rettenden Ufer ist nicht groß“, betont der Coach und appelliert an die Eigeninitiative seiner Spieler.

Sieben Punkte trennen das Team derzeit vom aktuellen Relegationsplatz, den derzeit KOL-Süd-Meister Vogelsberg belegt. In der Wintervorbereitung möchte Veapi gezielt die Grundlagen legen, um die sportliche Entwicklung weiter voranzutreiben. Unterstützung erhofft er sich dabei auch vom neuen Kunstrasenplatz. „Ich hoffe, dass er bis dahin fertiggestellt ist“, so der Trainer.

Personell seien derzeit keine Neuzugänge zu vermelden, auch wenn der Verein weiterhin aufmerksam den Markt sondiert. Abgänge stehen hingegen nicht an – sehr zur Zufriedenheit des Trainers. Positive Nachrichten gibt es zudem aus dem Lazarett: Mit Sandro Eifert und Nico Fälber werden zum Jahreswechsel zwei verletzte Spieler zurückerwartet. Torhüter-Routinier Marvin Freisinger hingegen wird dem Team aufgrund einer Handverletzung weiterhin fehlen.