Den Abstieg aus der Verbandsliga schüttelte die SGA schnell wieder ab. Mit vier Siegen in Folge startete Friedrichs Team bestens in die Saison. Bis Ende September war Aulatal das Maß aller Dinge in der Gruppenliga. „Bis dahin haben wir außergewöhnlich stark aufgespielt“, lobt der Coach. Das große Highlight war der 4:2-Heimsieg gegen Vogelsberg Anfang Oktober. „Das war der Gipfel und ein richtig gutes Gruppenligaspiel von beiden Seiten“. Im Anschluss stand sich die SGA aber selbst im Weg und verlor vier der restlichen fünf Punktspiele. Einige Leistungsträger fuhren im Oktober zeitgleich in den Urlaub, damit brach eine wichtige Achse im Spiel des Spitzenreiters weg. Hinzu kamen noch berufliche Ausfälle sowie die eine oder andere Verletzung. „Das war hausgemacht. Wir haben unseren Rhythmus leichtfertig aus Spiel gesetzt“, findet Friedrich klare Worte.
Zur Rückrunde soll es wieder anders laufen. Der Coach appelliert an seine Spieler, dem Fußball wieder eine höhere Priorität zu schenken und den Fokus klar auf das Titelrennen der Gruppenliga zu legen. „Wir haben bewiesen, dass wir eine Mannschaft sind, die sich im ersten Drittel der Tabelle behaupten kann. Die Grundvoraussetzung ist es aber, die nötige Bereitschaft an den Tag zu legen“, sagt Friedrich, dem eine Mammutaufgabe auf den Schultern lastet. Insgesamt vier Spieler fallen auf unbestimmte Zeit aus oder können nur unregelmäßig trainieren und spielen. Felix Wind verletzte sich während der Winterpause, während Justin Bambey und Nils Fischer noch immer ihre Verletzungen auskurieren. Auch Aurelius Röth wird aufgrund seines Studiums unter der Woche nicht zur Verfügung stehen. Kommen dann noch gelegentliche private Ausfälle dazu, sieht es bei der SGA eng aus.
Dennoch liegt der Fokus klar auf den Titel. Vier Testspiele sind bereits angesetzt, ein fünftes soll noch folgen. „Wir wollen nach der langen Pause erstmal reinkommen, uns ordentlich fit machen und zur Defensiven Stabilität zurückkehren“, gibt Friedrich die Marschroute vor. Auch die eigene Ballbesitzphase soll angegangen werden. „Wir wollen die Systeme wieder hochfahren und die Mannschaft möglichst schnell und vollständig auf den Platz bringen“, erläutert der Coach.
Am Ende der Saison verlässt Friedrich die SG Aulatal nach dann vier Jahren. Von einer „Abschiedstournee“ spricht er aber nicht: „Ich bin da überhaupt nicht wichtig und will davon auch nichts wissen“. Sein Fokus liege klar auf seinem Team und der Liga – ein zweiter Titel innerhalb seiner Amtszeit ist möglich. „Mein Fokus liegt auf dem maximalen Erfolg mit Aulatal. Wir stehen nach vier Jahren das zweite Mal da oben und haben die Möglichkeit, nochmal etwas zu erreichen“, sagt er und fügt an: „Meine Erwartungshaltung an die Jungs ist es, rauszukommen und das Engagement, was wir brauchen, an den Tag zu legen“.
Die Testspiele in der Übersicht:
Mi., 4. Februar, 19 Uhr: FSG Bebra (A)
So., 8. Februar, 11 Uhr: A-Junioren SG Barockstadt (A)
Sa., 21. Februar, 14 Uhr: SC Neukirchen/Röllshausen (in Neukirchen)
So., 1. März, 14 Uhr: FC Schwalmstadt (A)
