Die ersten vier Ligaspiele hatten es in sich. Mit etwas Rückenwind durch den Kreispokal startete die SGS in die Gruppenliga-Saison, doch dann traf das Team die harte Realität: Den Auftakt setzte die Mannschaft mit vier sieglosen Spielen in Folge und nur einem Punkt in den Sand, ehe gegen Sickels das erste Erfolgserlebnis kam. „Die Trainingsbeteiligung war weiterhin hoch und alle sind ruhig gewesen. Keiner hat den Kopf in den Sand gesteckt“, lobt Drews im Nachhinein. Und es wurde besser: Aus den zwölf darauffolgenden Partien konnte Schlüchtern noch sieben weitere gewinnen und musste zweimal die Punkte teilen. „Wenn wir die ersten vier Spiele ausklammern, bin ich sehr zufrieden“, zieht Drews sein Fazit. Im Herbst war die SG Schlüchtern stark unterwegs, daher kam die Winterpause etwas ungelegen. „Jetzt waren wir im Flow und hatten einen Lauf gestartet“, blickt Drews zurück.
Über die Weihnachtstage stand bei allen im Team nun aber die Familie im Vordergrund. „Ich bin da relativ locker. Die Jungs sollen erstmal die Winterpause genießen und Zeit mit der Familie verbringen“, erklärt Drews. Im Januar steht dann ein entspannter Hallenkick auf freiwilliger Basis an. „Ich kenne die Jungs und weiß, dass sie sich jede Winterpause fit halten. Ich vertraue ihnen, dass keiner mit einem Bäuchlein aus der Pause kommt“, schmunzelt der Coach. Wie die Vorbereitung dann genau aussehe, ist auch für Drews eine kleine Überraschung. „In Schlüchtern ist es immer etwas schwierig, weil wir keinen Kunstrasen haben“. Dennoch möchte der Coach besonders im Kraft-Ausdauer-Bereich arbeiten und gegebenenfalls auf die Plätze in Flieden oder Bad Soden ausweichen. „Wir werden uns über Wasser halten – solange das Wetter mitspielt“.
Das Ziel ist sei erstmal der Klassenerhalt: Mit aktuell 26 Punkten steht Schlüchtern auf dem achten Tabellenplatz und kann sowohl oben angreifen, aber auch nach unten abrutschen. „Nach oben sind es sechs Punkte, nach unten einer. Wir wollen erstmal die 40 Punkte einfahren“, hat Drews die beiden Relegationsplätze im Blick und weiß mit seiner Erfahrung, dass noch alles drin ist.
