Lokales FD 02.01.2026

Gegen Kinderarbeit: Sternsinger aus Wächtersbach beim Kanzler

Berlin (pm/pf) – Rund um den Jahreswechsel 2025/2026 machen sich die Sternsingerinnen und Sternsinger bei ihrer 68. „Aktion Dreikönigssingen“ wieder auf den Weg zu den Menschen. Auch im Bistum Fulda werden die engagierten Mädchen und Jungen ihren Segen über den Haustüren anschreiben und Spenden für benachteiligte und Not leidende Kinder in aller Welt sammeln. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der diesjährigen Aktion. Beispielland ist Bangladesch, inhaltlich steht der Einsatz gegen Kinderarbeit im Mittelpunkt.

„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ lautet das Motto der diesjährigen Aktion. Am Beispiel Bangladeschs soll auf die weltweite Problematik von Kinderarbeit aufmerksam gemacht werden. Foto: Mika Väisänen / Kindermissionswerk „Die Sternsinger“

Im Bistum Fulda ist für den 17. Januar (Samstag) um 10 Uhr ein Dankgottesdienst für alle Sternsingerinnen und Sternsinger im Fuldaer Dom geplant. Diesen wird Weihbischof und Domdechant Prof. Dr. Karlheinz Diez zelebrieren, unterstützt von Diakon Dr. Florian Klug und Jugendpfarrer Pater André Kulla OMI. Nach Segnung der Dompforte ziehen alle wie im vergangenen Jahr zur Marienschule, wo die Jugendverbände des Bistums Fulda für Spiel und Spaß sorgen. Verpflegung kommt von den Maltesern.

Segen in Berlin und Wiesbaden

Besonders freuen dürfen sich vier Kinder aus der katholischen Pfarrei „Zur schmerzhaften Mutter Gottes“ in Wächtersbach-Aufenau (Main-Kinzig-Kreis): Sie vertreten am 6. Januar (Dienstag) um 14 Uhr das Bistum Fulda beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzler Friedrich Merz im Bundeskanzleramt in Berlin.

Alisha Victoria, Klara Diegelmann, Amelie Henkel und Marie Seipel hatten sich im Vorfeld der 68. „Aktion Dreikönigssingen“ um die Teilnahme beworben und bei der Ziehung der Gewinner das nötige Losglück. Nach Berlin werden sie begleitet von Linda Diegelmann und Jenny Schecke-Victoria. Gemeinsam wollen sie „Botschafter für die Wahrung der Würde der Kinder sein, dass alle Kinder auf der Welt die Chance auf ein gutes Leben bekommen!“, betont die Gruppe.

108 Sternsingerinnen und Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen sind traditionell in Berlin mit dabei. Seit 1984 bringen sie ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt.

Sternsinger aus den hessischen Bistümern Fulda, Mainz und Limburg werden außerdem durch Landtagspräsidentin Astrid Wallmann am 6. Januar (Dienstag) in Wiesbaden empfangen und schreiben den Segen an das Landtagsgebäude. Die Gruppe aus der Fuldaer Stadtpfarrei um Gemeindereferent Markus Wüllner wird begleitet von Carlotta Saase, ehrenamtlicher Vorstand des BDKJ-Diözesanverbandes Fulda, und von Philip Schinkel, Referent für politische Bildung beim BDKJ-Diözesanverband Fulda.

Fotoausstellung in der Stadtpfarrkirche

Vom 11. bis 21. Januar wird in der Fuldaer Stadtpfarrkirche zudem eine Fotoausstellung zu sehen sein, die das Leben der Kinder im diesjährigen Beispielland Bangladesch dokumentiert und ihre Rechte in den gesellschaftlichen Fokus rückt. Die Ausstellung wird am 11. Januar (Sonntag) um 15 Uhr eröffnet. Erwartet werden unter anderem Petra Schürmann vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ aus Aachen und der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand. Ziel der Ausstellung und der Eröffnungsveranstaltung ist es, Kinderrechte und das Recht auf Bildung stärker in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.

Mehr als 1,4 Milliarden Euro seit dem Aktionsstart 1959

Dank des Engagements von Gruppen aus 108 Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und weiteren Einrichtungen haben 2025 die Sternsinger im Bistum Fulda 472.003,39 Euro gesammelt. 2024 lag das Ergebnis bei 622.461,39 Euro. Damals waren 159 Pfarrgemeinden und verschiedene Gruppen aktiv gewesen.

Seit dem Start der Aktion 1959 kamen beim Dreikönigssingen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen, mit denen Projekte für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert wurden. Mit den Mitteln aus der deutschlandweiten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder werden Projekte in den Bereichen Bildung, Ernährung, Gesundheit, Kinderschutz, Nothilfe, pastorale Aufgaben und soziale Integration unterstützt. Bundesweite Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).