Lokales MKK 07.01.2026

Geduldsprobe: Neue Züge zwischen Fulda und Frankfurt erst 2027

Osthessen (jah) – Wann kommen die bereits im Jahr 2022 angekündigten neuen Züge für die Kinzigtalbahn wirklich? Vor über drei Jahren wurden von der DB Regio und dem Hersteller Alstom 29 neue Züge für die stark frequentierten Strecken zwischen Frankfurt, Fulda und Bebra (RE50) und Frankfurt und Wächtersbach (RB50) angekündigt. Ursprünglich hätten die Fahrzeuge bereits im Dezember zum Einsatz kommen sollen. Eine Nachfrage von Osthessen-Zeitung bei der Deutschen Bahn und beim Hersteller selbst bringt nun Klarheit – allerdings keine guten Nachrichten für die Fahrgäste.

Die bisherigen Doppelstockzüge müssen noch eine Weile weiterfahren. Archivfoto: Görlich Media.

Alstom, einer der weltweit führenden Hersteller von Schienenfahrzeugen, machte nun erstmals konkrete Angaben zum Zeitplan. In der Antwort heißt es: „Die 29 neuen Doppelstockzüge für die Kinzigtalbahn werden in der ersten Jahreshälfte 2027 und damit verspätet ausgeliefert. Laut ursprünglichem Lieferplan hätten die Fahrzeuge ab Dezember 2025 zum Einsatz kommen sollen.“ Alstom bedauere den verspäteten Lieferstart „außerordentlich“. Als Grund für die Verzögerung nennt der Hersteller Probleme bei wichtigen Zulieferern. Diese hätten sich „weit mehr als ursprünglich angenommen auf den Produktionshochlauf sowie den Beginn des Zulassungsverfahrens ausgewirkt“.

Bereits im April 2022 hatten DB Regio und der Hersteller Alstom angekündigt, 29 neue Coradia-Stream-High-Capacity-Züge für die Kinzigtalbahn zu beschaffen. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 sollten die neuen Fahrzeuge auf der Linie RE50 zwischen Frankfurt, Fulda und Bebra sowie auf der RB51 zwischen Frankfurt und Wächtersbach eingesetzt werden. Für viele Pendlerinnen und Pendler im Kinzigtal war dies mit der Hoffnung auf spürbare Verbesserungen im Bahnalltag verbunden – die sich nun allerdings frühestens 2027 erfüllen werden. Für die Fahrgäste auf der stark frequentierten Strecke bedeutet dies, dass sie voraussichtlich noch deutlich länger mit den bestehenden Fahrzeugen auskommen müssen