Volleyball 21.01.2026

Frauen – Johannesberg punktet im zweiten Heimspiel – Ein Ausfall

Johannesberg (pm/pf) – Es war ein intensives Wochenende für die Volleyball-Mannschaften de SG Johannesberg zum Auftakt ins neue Jahr. Viel Trubel herrschte bei den Heimspieltagen in der Halle, die erste Frauen-Mannschaft konnte in der Landesliga Nord zumindest eins ihrer beiden Spiele gewinnen.

Die SGJ-Frauen I. Fotos: Verein

Die zweite Mannschaft

Die U16 - die die U18 vertreten hatte.

Frauen-Landesliga: SG Johannesberg – SG Rodheim 2:3 (19:25, 25:21, 20:25, 25:23, 9:15)

Zu ungewohnter Zeit für einen Heimspieltag traf die SG Johannesberg im ersten Spiel am Sonntag bereits um 10 Uhr auf die SG Rodheim. Der Start in die Partie verlief schwierig. Der gewohnte Spielfluss wollte sich nicht einstellen. Ungewohnt viele Eigenfehler hemmten den Spielfluss. Immer, wenn man glaubte, die Probleme seien überwunden, kam wieder ein Einbruch. Der erste Satz ging daher mit 19:25 an die SG Rodheim. Im zweiten Satz konnte sich die SG Johannesberg stabilisieren. Endlich wurde auch der Kampfgeist der Mannschaft belohnt und die Feldverteidigung konnte die gegnerischen Angriffe auch neutralisieren. Das 25:21 brachte den Satzausgleich. Im dritten Satz drehte sich das Bild dann wieder. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich Rodheim ab der Satzmitte langsam ab, weil die SGJ wieder überhastet und nervös in der Verteidigung und im Angriff agierte. Im vierten Satz schenkten sich beide Teams nichts. Die Zuschauer sahen jetzt eine ausgeglichene Begegnung, in der Johannesberg erst am Satzende die entscheidenden Punkte zum 25:23 und zum Satzausgleich gelangen. So musste schließlich der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Im Tiebreak bis 15 Punkte setzte sich die SG Rodheim mit 15:9 durch und gewann das Spiel mit 3:2, weil der SGJ zum Ende die Ideen fehlten, um selbst siegreich vom Feld zu gehen.

 

Frauen-Landesliga: SG Johannesberg – Gießener SV 3:0 (25:22, 25:17, 25:18)

Im zweiten Spiel des Tages gegen den Gießener SV zeigte die SG Johannesberg dann eine deutlich stabilere Leistung. Der erste Satz war noch knapp, weil sich die Gäste entschlossen zur Wehr setzten. Die Johannesbergerinnen konnten jetzt aber deutlich besser in Block und Verteidigung dagegenhalten und schafften es, ihre permanente Führung zum 25:22 ins Ziel zu bringen. In den beiden darauffolgenden Sätzen agierte das Team weiterhin konzentriert und souverän. Die SGJ entschied diese mit 25:17 und 25:18 für sich, aufgrund einer jetzt wieder großen Handlungsschnelligkeit in der Netzarbeit. Johannesberg sicherte sich das Spiel mit einem verdienten 3:0 und hat trotz der Niederlage gegen Rodheim einen Punkt auf Tabellenführer BG Marburg aufgeholt, weil diese gegen den TV Waldgirmes eine Heimniederlage mit 1:3 einfuhren.

Johannesberg: D. Brux, L. Drexler, A. Grobauer, M. Lundius, S. Phan, J. Schawag, T. Schuhmann, K. Schuchert, W. Walter, K. Weber, H. Wilhelm.

 

Frauen-Bezirksoberliga: SG Johannesberg II – FSV Bergshausen II 3:0 (25:0, 25:0, 25:0)

Aufgrund der Tatsache, dass Johannesberg I mit seinen Heimspielen auf den Sonntag ausweichen musste, verschob sich die Anfangszeit für die beiden Spiele in der Bezirksoberliga um zwei Stunden. Die Gäste für die erste Partie reisten daraufhin wieder ab. Das Spiel wurde von der Klassenleitung mit 3:0 für Johannesberg gewertet.

 

SG Johannesberg II – ACT Kassel I 3:1 (11:25, 25:21, 25:16, 26:24)

Im anderen Spiel bekamen die zahlreichen Zuschauer aber reichlich Entschädigung für den Ausfall von Spiel eins. Das Spiel gegen ACT Kassel I war hochklassig, umkämpft und doch jederzeit fair.

Im ersten Satz allerdings legten die Gastgeberinnen einen Fehlstart nach Maß hin. Bereits nach wenigen Minuten führte Kassel mit 9:0, weil auf Johannesberger Seite nichts zusammenlief. Fehler reihte sich an Fehler. Und daran änderte sich auch nicht viel, bis es schließlich 11:25 und 0:1 stand. Immerhin schaffte es das Team noch einige überzeugende Ballwechsel zu spielen. Dadurch fand die SGJ besser ins Spiel.

Wie wichtig das war, zeigte sich dann ab Satz zwei. Denn jetzt verlief das Spiel ausgeglichen und beide Mannschaften schenkten sich nichts. Doch gerade in der Verteidigung war die SGJ jetzt deutlich wacher und ließ keine leichten Punkte für ACT mehr zu. Die spielerische Leistung beider Teams führte zu einem ausgeglichenen Spielverlauf. Doch allmählich gelang es den jungen Mädels aus Johannesberg dann, ihre bessere Athletik auch auszuspielen. Ausgehend vom druckvollen Aufschlagspiel setzten sie sich bis auf 23:15 ab. Danach gab es einen kurzen Einbruch im Spiel, doch mehr, als das 21:25 war für Kassel nicht mehr drin.

Im dritten Satz dominierte die SGJ dann komplett. Erst nach dem Zwischenstand von 18:6 konnte ACT noch einmal verkürzen, doch das 2:1 für Johannesberg nicht verhindern. Auch im vierten Satz konnten die Gastgeberinnen immer aus einer relativ komfortablen Führung heraus agieren, doch ACT gab nicht auf und versuchte mit Routine und Nervenstärke immer die Wende zu schaffen daraus entwickelte sich ein regelrechter Nervenkrimi mit langen und umkämpften Ballwechseln. Dass diese überwiegend von Johannesberg gewonnen wurden, zeigt die Reife der jungen Mannschaft. Aber im Stil einer Spitzenmannschaft präsentierten sich dann die Gäste. Von 20:24 kämpften sie sich heran und schafften den Ausgleich bei 24:24. Aber die SGJ bewies jetzt das Selbstvertrauen, die die Mannschaft mittlerweile auszeichnet. In einem hochspannenden Ballwechsel, der hin und herwogte wurde der Kasseler Lauf schließlich gebrochen. Mit dem abschließenden 26:24 sicherte sich die SGJ drei weitere Punkte und schiebt sich damit zunächst einmal auf Platz zwei vor. 

Johannesberg II: F. Bartsch, S. Born, J. Bott, S. Dimovska, A. Haller, S. Leis, A. Raczing, A. Röhrig, F. Schütz.

 

Qualifikation Hessenjugendpokal Nord weibliche Jugend U18

Aufgrund des Bezirksoberligaspieltages am Folgetag trat die SG Johannesberg am Samstag in Kassel beim Qualifikationsturnier zum Jugendpokal mit der U16 an. Und diese vertrat ihre älteren Vereinskolleginnen hervorragend, indem sie sich mit Platz eins die Qualifikation zur Finalrunde sicherte. Dabei beeindruckten die jungen Spielerinnen mit hoher Spielkultur, technisch und taktisch überlegener Spielweise, mit der sie ihren deutlich älteren Kontrahentinnen keine Chance ließen.

Lediglich im ersten Spiel gegen Jahn Kassel II taten sich die Spielerinnen um Kapitänin Eva Mihm noch etwas schwer, ins Spiel zu finden. So gab man Satz eins nach 24:20 noch mit 24:26 ab, weil die Verteidigung noch schläfrig und der Angriff zu wenig variabel agierte. Doch danach kam das Team immer besser ins Spiel und holte sich den Sieg noch mit einem überlegen geführten Entscheidungssatz.

Im zweiten Gruppenspiel konnte der ASV Rauschenberg zu keinem Zeitpunkt gefährlich werden. Mit dem 25:8 und 25:17 war der Einzug ins Endspiel gesichert. Gegner dort wartete die hochgewachsene Mannschaft des TV Jahn Kassel I, die bereits über erfahrene Spielerinnen verfügte. Aber auch dieser Gegner vermochte es nicht, die SGJ zu gefährden. Zu überlegen waren die jungen Johannesbergerinnen in allen Belangen. Mit 25:18 und 25:18 holte sich die SGJ den Sieg im Turnier und steht damit im Finalturnier.

Johannesberg: A. Avdagic, S. Bergmann, Y. Demirtas, C. Feuerstein, M. Fiedler, E. Mihm, E. Rützel, L. Simmchen M. Tsamaltoupis, N. Zimmermann