Tischtennis 03.01.2026

Final Four – Maberzell mittendrin: Erster Titel oder neues Trauma?

Fulda/Neu-Ulm (pf) – Jetzt geht es um die Wurst: Während es in der Tischtennis-Bundesliga zum Jahresende weniger gut lief, hat der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell nun einen Titel dicht vor Augen. Das Final Four im Pokal wartet, dabei treffen die Osthessen am Sonntag (11 Uhr) zunächst im Halbfinal-Derby ab 11 Uhr auf den TTC OE Bad Homburg. Der Showdown steigt in der Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm. Die Frage: Kann Maberzell den Ruf des ewigen Zweiten ablegen? Zumal Borussia Düsseldorf diesmal nicht dabei ist…

Zu einigen starken Leistungen durfte Club-Präsident Stefan Frauenholz den Maberzeller Topstar Dimitrij Ovtcharov schon beglückwünschen – am Wochenende vielleicht auch zum ersten Titel? Foto: Christine Görlich

Es kann schon als ein Trauma bezeichnet werden: Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell stand fünfmal im Final Four des Pokals. Die irre Serie von 2013 bis 2016: Viermal gelang der Finaleinzug, viermal stand dann im Endspiel Borussia Düsseldorf im Weg. Zunächst ein 0:3, dann ein 1:3, dann zweimal 2:3. Vorbei am Seriensieger kamen die Osthessen nie. Auch nicht 2021/22, als es wieder ins Final Four ging. Hier war dann bereits im Halbfinale gegen Düsseldorf Endstation. Aus dem heutigen TTC-Kader wirkten zwei Spieler mit: Ruwen Filus erlebte die meisten Dramen hautnah mit, Jonathan Groth dürfte sich zumindest an 2016 erinnern, als er sein Einzel an Position drei gewann.

Diesmal wird es spannend: Düsseldorf ist nicht unter den letzten Vier – vermeintlich ein gutes Omen. Doch ausgerechnet der TTC OE Bad Homburg, auf den die Maberzeller im Halbfinale treffen, warf die Borussia aus dem Wettbewerb. „Erstmal konzentrieren wir uns auf das Halbfinale“, macht Maberzells Präsident Stefan Frauenholz deutlich. An das Endspiel werde noch kein Gedanke verschwendet. In der Bundesliga gewannen die Fuldaer im Oktober mit 3:1 in Bad Homburg, verloren aber im Dezember nun zweimal in Folge.

Maberzell ist also gewarnt: Vor allem auch durch den Viertelfinal-Coup des Gegners. 3:2 siegte Bad Homburg gegen Düsseldorf, dabei punktete Jo Yokotani gegen Källberg, während Ivor Ban die Überraschung gegen Dang Qiu gelungen war: In der Bundesliga verlor er bisher die meisten seiner Einzel, im Pokal kämpfte er sich in diesem Duell nach 0:1 und 1:2 zurück und zwang Superstar Qiu in die Knie. Das Doppel machte schließlich den Halbfinal-Einzug perfekt.

Gegen dieses Team will nun der TTC Maberzell bestehen und erstmals seit 2016 wieder ins Pokalfinale einziehen: Ovtcharov, Meng, Filus und Groth sollen es richten – Kao fehlt weiterhin verletzungsbedingt, wie Frauenholz angibt. Die Mannschaft werde am Freitag anreisen, um sich in der Halle zu akklimatisieren und an die Bedingungen zu gewöhnen: 5200 Zuschauer werden vor Ort sein, die Veranstalter meldeten bereits „ausverkauft“. Etwa 150 bis 200 Fans werden aus Fulda erwartet. „Wir haben einen Fan-Bus, der schon voll ist, und viele fahren auch noch mit den Autos runter“, so Frauenholz. Auf die Unterstützung der Zuschauer konnten sich die Maberzeller ohnehin schon immer verlassen. Nun bleibt die Frage: Gelingt der Einzug ins Finale – und können die Osthessen dann womöglich im Anschluss gegen Ochsenhausen oder Saarbrücken noch einen draufsetzen? „Die beiden sind schon sehr stark einzuschätzen“, wagt Frauenholz einen Blick über den Tellerrand: „Aber auch von denen kann nur einer ins Finale kommen. Und an so einem Tag ist alles möglich“.

Alle Partien des Liebherr Pokal-Final Four werden live bei TTBL-Medienpartner Dyn übertragen und stehen dort nach dem Event als Re-Live sowie in verschiedenen Highlight-Formaten zur Verfügung.

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