Hierzulande wird der Termin oft als „Auschwitz-Gedenktag“ bezeichnet, weil „Auschwitz“ zum Sammelbegriff für die Gesamtheit der Verbrechen des Holocausts wurde. Doch neben den Stätten der „Vernichtung durch Arbeit“ betrieben die Nationalsozialisten auch reine Vernichtungslager, deren einziger Zweck darin bestand, Menschen umzubringen. Sie waren auf dem Gebiet des heutigen Polen in Chelmno/Kulmhof, Be??ec, Treblinka und Sobibor eingerichtet worden. Daher hat der Förderverein der Landsynagoge Heubach Sobibor ins Zentrum seiner Gedenkveranstaltung gerückt. Sie findet am Sonntag, 25. Januar, 17 Uhr, in der ehemaligen Synagoge (Friedensstraße 9) statt.
Hans-Jürgen Auth aus Dirlos hat sich intensiv mit der Geschichte des KZ Sobibor auseinandergesetzt. Im Frühjahr hat er einen Gedenkstein gesetzt, der an einen Juden aus der Rhön erinnert: Nathan Nordhäuser aus Wüstensachsen wurde dort am 30. April 1943 umgebracht. Er war einer von rund 180.000 Menschen, die dort ermordet wurden. Auch aus Heubach stammende Juden wurden dort ermordet. Auth wird über die Geschichte Sobibors, aber auch über seine Motivation für dieses besondere Gedenken berichten. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei; der Verein bittet um Spenden für seine Arbeit. Hans-Jürgen Auth berichtet über das Vernichtungslager Sobibor, in dem auch Juden aus Heubach umgebracht wurden. Wer regelmäßig über die Angebote des Fördervereins unterrichtet werden möchte, kann unter info@synagoge-heubach.de den Newsletter bestellen.
