Tischtennis 19.01.2026

Bundesliga – Kampf des Maberzeller Not-Teams wird nicht belohnt

Berlin (jah) – Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat in der Tischtennis-Bundesliga die nächste Niederlage kassiert: Im Sportforum in Berlin-Lichtenberg musste sich das Team von Cheftrainer Qing Yu Meng nach großem Kampf Rekordmeister Borussia Düsseldorf mit 1:3 (2:3, 3:2, 1:3, 0:3) geschlagen geben. Die Maberzeller waren mit dem allerletzten Aufgebot in die Hauptstadt gereist, Coach Meng musste sich beispielsweise selbst aufstellen.

Fanbo Meng sorgte in Berlin für den einzigen Maberzeller Punkt. Foto: Christine Görlich

Neben dem Langzeitverletzten Kao Cheng-jui reichte es auch bei Jonathan Groth nicht für einen Einsatz in der Hauptstadt. Der Däne laboriert nach wie vor an einer Entzündung im Handgelenk – und weil Starspieler Dimitrij Ovtcharov international aktuell die Zeit zurückdreht und beim WTT Star Contender in Doha sensationell das Halbfinale erreichte, stand auch der 37-Jährige im Duell mit dem Rekordmeister nicht zur Verfügung. Richten mussten es entsprechend Fanbo Meng, Abwehrspezialist Ruwen Filus – und Cheftrainer Qing Yu Meng selbst: Der Maberzeller Coach trat gleich als erstes an die Platte und zeigte im Spiel gegen Kanak Jha, was auch mit 52 Jahren noch in ihm steckt. Nach zwei deutlich verlorenen ersten Sätzen kämpfte sich Meng in die Partie zurück und erzwang gegen den haushohen Favoriten Jha tatsächlich den Entscheidungsdurchgang – musste sich nach großem Kampf aber dann doch geschlagen geben. „Das war eine brutale Leistung von ihm, er hat wirklich alles rausgeholt was im Tank war und hat Kanak mehr als Paroli geboten“, honorierte auch Maberzells zweiter Vorsitzender Johannes Hodes die Leistung des Trainers: „Das kann man gar nicht hoch genug bewerten.“

Besser machte es Sohn Fanbo: Auch er ging als krasser Außenseiter in das Duell mit der deutschen Nummer eins Dang Qiu, alle sechs bisherigen Duelle entschied der Düsseldorfer für sich – eine Serie, die im Sportforum in Berlin ein Ende finden sollte. Nach 0:2-Satzrückstand zeigte der 25-Jährige sein wohl bestes Tischtennis in dieser Saison. Satz drei sicherte sich Meng in der Verlängerung (13:11), in Durchgang vier nutzte der Trainersohn seinen ersten Satzball und glich aus. Im fünften Satz bewies Meng dann vor allem in den entscheidenden Momenten Nervenstärke. Beim Stand von 8:9 aus Maberzeller Sicht gelangen Meng drei Punkte in Folge, direkt den ersten Matchball nutzte der 25-Jährige und glich damit zum 1:1 aus. „Das war die beste Saisonleistung von ihm“, lobte Hodes: „Er hat ein herausragendes Spiel gemacht und Dang Qiu phasenweise an die Wand gespielt.“

Für den ersten Ligasieg nach zuvor drei Niederlagen in Serie sollte es für die Maberzeller dennoch nicht reichen: Abwehrspezialist Ruwen Filus war an Position drei gegen den Chinesen Yongyin Li chancenlos, und weil Fanbo Meng in seinem zweiten Einzel im Duell mit Khanak Jha nicht an seine zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen konnte, setzte sich Düsseldorf am Ende mit 3:1 gegen die Osthessen durch. „Düsseldorf hat schon geschwommen. Wir haben uns sehr, sehr gut verkauft, auch wenn uns das am Ende natürlich wenig bringt. Aber das war insgesamt eine sehr gute Leistung, auf die wir aufbauen können. Es ist schade, aber in Anbetracht der Umstände sind wir wirklich mehr als stolz.“

 

Borussia Düsseldorf – TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell 3:1

Kanak Jha – Qing Yu Meng 3:2 (11:4, 11:6, 7:11, 10:12, 11:5)

Dang Qiu – Fanbo Meng 2:3 (11:5, 11:9, 11:13, 8:11, 9:11)

Yongyin Li – Ruwen Filus 3:1 (11:8, 11:4, 8:11, 11:4)

Kanak Jha – Fanbo Meng 3:0 (11:7, 11:7, 11:5)