In der Pokal-Endrunde mussten sich die Maberzeller im Finale dem haushohen Favoriten Saarbrücken letztendlich deutlich geschlagen geben und traten so mit der Silbermedaille im Gepäck die Heimreise an – wesentlich spannender verlief aber das Halbfinale: Über knapp dreieinhalb Stunden lieferten sich die Osthessen und Bad Homburg ein heiß umkämpftes Duell mit Bad Homburg. Nach zwischenzeitlicher, deutlicher Führung mussten Dimitrij Ovtcharov und Fanbo Meng im Doppel sogar einen Matchball abwehren, um das vorzeitige Ausscheiden zu verhindern – mit Erfolg.
Nun, genau eine Woche später, kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen in der Bundesliga. Wurde das Final Four noch im bayrischen Neu-Ulm ausgetragen, kommen die Gäste aus dem Hochtaunuskreis diesmal nach Fulda in die Hubtex-Arena. Maberzells Präsident Stefan Frauenholz erwartet dabei ein ähnlich spannendes Spiel wie noch in der vergangenen Woche: „Das wird eine schwierige Angelegenheit – genauso schwierig wie im Pokal.“ Auf Maberzeller Seite wird damit gerechnet, dass Bad Homburg auch im Ligaspiel in Bestbesetzung antreten wird, so Frauenholz: „Davon gehen wir fest aus.“ Dennoch soll am Ende möglichst ein ähnliches Ergebnis auf der Anzeigetafel stehen wie im Pokal-Halbfinale: „Wir werden alles daran setzen, um das ähnlich zu gestalten“, kündigt Frauenholz an. Ein Sieg wäre eminent wichtig, um die Playoff-Plätze nicht aus den Augen zu verlieren: Der TTC ist aktuell Tabellensiebter und konnte von elf Saisonspielen fünf erfolgreich gestalten – Ochsenhausen auf Platz vier gelangen sieben Siege.
Personell stehen hinter dem Maberzeller Kader für das Hessenduell allerdings noch einige Fragezeichen: Jonathan Groth trat bereits im Halbfinale angeschlagen an, Probleme an der Hand machen dem Dänen zu schaffen: „Er wird uns wahrscheinlich noch nicht wieder zur Verfügung stehen“, so Frauenholz. Darüber hinaus ist auch noch nicht sicher, ob Startspieler Dimitrij Ovtcharov am Sonntag in der Hubtex-Arena aufschlagen wird: Der 37-Jährige ist zu Wochenbeginn nach Doha (Katar) gereist und nimmt dort am WTT Champions teil – und das überaus erfolgreich: Am Donnerstagnachmittag schlug der Deutsche den an Nummer zwei gesetzten World-Cup-Gewinner Hugo Calderano in fünf Sätzen. Im Achtelfinale wartet nun der Weltranglisten-13. Lin Yun-Ju aus Taiwan, gespielt wird am Freitagabend deutscher Zeit. Je nach Abschneiden des früheren Weltranglistenersten wird sich also erst kurzfristig entscheiden, ob Ovtcharov am Sonntag mit von der Partie sein kann: „Der Plan ist auf jeden Fall, dass er am Sonntag mit dabei ist“, hofft Frauenholz: „Davon gehen wir aus. Wenn er natürlich das Finale erreichen sollte, wird das nichts.“
