Begrüßt wurde Rhein vom CDU-Kreisvorsitzenden Frederik Schmitt, der die Kommunalwahl „als die wichtigste Wahl” bezeichnete, da sie die Bürger direkt betrifft. Und gerade im Kreis Fulda werde etwas für die Bürger getan. Schmitt nannte 642 neue Kindergartenplätze in der letzten Wahlperiode, den Breitbandausbau, und eine gestiegene Anzahl von Ärzten „Die CDU ist die Kommunalpartei Nummer eins, nicht nur in Fulda, sondern auch in Hessen”, so der CDU-Kreisvorsitzende.
Boris Rhein berichtete aus seinem „24/7-Einsatz als Landesvorsitzender und Ministerpräsident”, nicht ohne als Erstes die Region zu loben: „In Fulda ist die Welt noch in Ordnung. Das ist hart erarbeitet worden.” 2026 werde das Jahr der Entscheidungen mit fünf Landtags- und drei Kommunalwahlen sein, darunter der in Hessen: „Das kann ein Hochfest der Demokratie werden. Aber nur, wenn es uns gelingt, das Land in der Mitte zu halten - mit einer Union als stärkster Kraft.”
Es werde aber nur gelingen, wenn die Debatten zurück in die Mitte geholt würden: „Derzeit sind die oft an den Rändern.” Dies führe bei Themen wie Migration oder auch Stadtbild zur Ausgrenzung von Sichtweisen. Dies seien Themen „die Sorgen bereiten”, aber aus Sicht mancher nicht angesprochen werden dürften. Die Mitte müsse Themen ansprechen dürfen, ohne Angst vor einer Stigmatisierung, im vermeintlichen „Kampf gegen rechts” haben zu müssen. Dazu Rhein: „Demokratie scheitert nicht am Reden. Demokratie scheitert am Schweigen.”
Eine rundherum positive Bilanz zog er aus zwei Jahren SPD-CDU-Koalition in Hessen: „Wir haben ein Bündnis der Vernunft geschlossen und in den ersten zwei Jahren schon alles geliefert, was wir im Wahlkampf versprochen hatten.” Dazu nannte er das Hessengeld als Zuschuss zur Grunderwerbssteuer, die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht, die „Fußfessel für Frauenschläger”, die Bezahlkarte für Flüchtlinge und das Genderverbot. Letzteres ist laut Rhein das weitreichendste in ganz Deutschland. Zur Koalition sagte er: „Nichts davon wäre umsetzbar gewesen mit den Grünen.”
Auch die ersten acht Monate neue Bundesregierung hätten schon einiges bewegt. Die illegale Migration sei um fast 50 Prozent zurückgegangen: „Wir schaffen das war gestern – heute heißt es wir machen das.” Weiter gebe es seit Jahren erstmals wieder Entlastungen für die Bürger, beispielsweise bei der Gastrosteuer und der Pendlerpauschale. Auch die Agrardieselrückvergütung sei wieder da, nachdem die Bauern hier von der „Ampelregierung betrogen worden” waren. In Berlin sei der Politikwechsel eingeleitet: „Wir können die Bilanz der ersten Monate positiv vertreten.”
Nach der Rede stellte sich Rhein im Rahmen eines Kommunaltalks gemeinsam mit der Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Ines Claus, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, dem Fuldaer Landtagsabgeordneten Thomas Hering und der CDU-Kandidatin Christina Algeier zahlreichen Fragen.
