Bürgermeister Matthias Möller war mit einem Team aus der Stadtverwaltung und dem Ordnungsamt vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Das Unternehmen OsthessenNetz konnte die Ursache zügig lokalisieren: ein 20-kV-Kabel zwischen zwei Trafo-Stationen war durchtrennt (offenbar aufgrund eines Defekts, Hinweise auf Fremdeinwirkung lagen keine vor).
Gegen 13 Uhr hatten beide Stadtteile wieder Strom, insgesamt dauerte der Blackout circa eine Stunde. Matthias Möller betont: „Glücklicherweise konnte das Problem schnell behoben werden. Dennoch ist das ein Denkzettel für uns. Ich habe für heute Abend bereits eine Sitzung des Krisenstabs einberufen.“ Bei diesem Treffen sollen die bestehenden Strukturen, die in solchen Fällen greifen, intensiv hinterfragt werden. „Denn auch wenn es glimpflich ausging – so etwas wie in Berlin darf uns hier in Schlüchtern nicht passieren“, betont Möller abschließend.
Die Stadt Schlüchtern wird die Menschen über weitere Entwicklungen über die Presse und auf Social Media auf dem Laufenden halten.
RhönEnergie: Kurzschluss an Muffe war Ursache
Für den kurzzeitigen Stromausfall in zwei Schlüchterner Stadtteilen am Mittwochmittag hat die RhönEnergie-Netzgesellschaft OsthessenNetz mittlerweile die Ursache feststellen können: Auslöser des 28 Minuten dauernden Ausfalls in Herolz und Vollmerz war ein Kurzschluss an einem Verbindungsstück zwischen zwei Kabelenden, einer sogenannten Muffe. "Das haben wir festgestellt, nachdem wir den betroffenen Abschnitt der 20-Kilovolt-Leitung in der Brückenauer Straße in Herolz aufgegraben hatten. Eine Fremdeinwirkung ist ausgeschlossen", berichtet Dr. Volker Nies, Pressesprecher der RhönEnergie Gruppe. "Solche technischen Defekte lassen sich trotz moderner Überwachungstechnik nie ganz vermeiden“, sagt Nies. „Dank des schnellen Einsatzes unserer Leitstelle und unserer Monteure konnte die Stromversorgung nach weniger als einer halben Stunde wiederhergestellt werden.
