Lokales FD 27.01.2026

Anwesenheitszahlen in Schulen purzeln nach dem Wintereinbruch

Osthessen (sim) – Der Wintereinbruch hat den Schulbetrieb im Kreis Fulda zu Wochenbeginn durcheinandergebracht. Aufgrund der großen Schneefälle und winterlichen Straßenbedingungen war in den Schulen nicht viel los. Die Schulleitungen berichten von unterschiedlichen Anwesenheitszahlen und angepassten organisatorischen Lösungen.

Ohne Schulbus-Verkehr konnte es am Montag schwierig werden, in die Schule zu kommen. Vor Ort waren nur wenige. Symbolfoto: Justin Klenner

An der Konrad-Adenauer-Schule erklärte Schulleiterin Anke Schüler, dass von insgesamt 800 Schülern am Montag etwa 80 tatsächlich in der Schule anwesend waren. „Die Klassen sieben bis zehn konnten sich abholen lassen. Für die fünfte und sechste Klasse gab es eine Notbetreuung, bei der 20 Schüler betreut wurden“, so Schüler. Bereits bevor das Schulamt es offiziell bekannt gab, stand in Petersberg fest, dass am Dienstag Distanzunterricht angeboten wird, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.

Dr. Ulf Brüdigam, Schulleiter der Freiherr-vom-Stein-Schule, berichtete ebenfalls von Präsenzunterricht am Montag. „Zehn Zentimeter Neuschnee sind doch wohl für alle machbar“, kommentierte er den Wintereinbruch. Aufgrund eingeschränkter öffentlicher Verkehrsmittel kamen einige Schüler verspätet. Grundsätzlich waren jedoch etwa zwei Drittel der Schüler pro Klasse anwesend. In den höheren Stufen, in denen Schüler sich selbst abmelden können, war die Anwesenheit geringer. Brüdigam kritisierte die winterliche Infrastruktur: „Für Dienstag hätte ich mir gewünscht, dass der Straßendienst seine Arbeit erledigt, der ÖPNV wintertauglich ist und das Leben normal weitergeht. Zwölf Zentimeter Schnee sind keine Katastrophe – wir müssen lernen, mit dem Wetter zu arbeiten.“

Am Domgymnasium wurde, wie Schulleiter Sven Müller angibt, am Montag auch der Präsenzunterricht abgehalten. „In einigen Klassen waren aber nur wenige Schüler anwesend. Diese haben wir dann in Lerngruppen zusammengeführt. Insgesamt war etwa die Hälfte der Schüler vor Ort. Das ist keine ideale Situation, aber die Sicherheit geht vor.“ Für Dienstag wünschte sich Müller, dass Entscheidungen über den Unterricht frühzeitig und einheitlich kommuniziert werden – ein Wunsch, dem das Schulamt bekanntlich nachkam. Positiv hob er hervor: „Das Homeschooling, das wir aus der Corona-Zeit kennen, hat sich als praktische Lösung erwiesen.“

Auch an der Wigbertschule in Hünfeld fand am Montag noch der Präsenzunterricht statt. Der stellvertretende Schulleiter Matthias Leibold erklärte: „Wer nicht kommen konnte, erhielt Aufgaben von den Lehrkräften. Etwa die Hälfte der Schüler war vor Ort, wobei die Anwesenheit je nach Wohnort stark variierte.“

Am Montagnachmittag gab das Staatliche Schulamt zeitig bekannt, dass in Abstimmung mit den beiden öffentlichen Schulträgern im Kreis Fulda für Dienstag an allen Schulen Distanzunterricht angeboten wird, um die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten. Es gebe aber Notbetreuungen.