Lokales 09.01.2026

50 Schafe auf Einkaufstour - Penny plant Patenschaft

Burgsinn (sim) – Eine ungewöhnliche Herde eroberte am Montag den Penny-Markt in Burgsinn: Rund 50 Schafe spazierten seelenruhig durch die Gänge und hielten sich etwa 20 Minuten im Geschäft auf – ohne etwas zu kaufen. Die Tiere hatten sich kurzzeitig von ihrer Herde gelöst, die Wanderschäfer Dieter Michel auf dem Weg ins Winterquartier begleitete. Ein Video des tierischen Besuchs verbreitete sich rasend schnell im Netz und ging sogar bis nach Australien viral. Jetzt plant Penny sogar, eine Patenschaft für die 50 Schafe zu übernehmen.

Foto: Penny.

Andreas Krämer, Leiter Unternehmenskommunikation und Mediensprecher bei Penny, erinnert sich: „Im ersten Moment dachte ich nur ‚Ach du grüne Neune‘. Aber im Nachhinein haben wir herzlich darüber geschmunzelt. Es war ein einmaliger Anblick.“ Nach dem tierischen Zwischenstopp wurde der Markt umgehend gereinigt. „Die entstandenen Schäden und Kosten werden wir nicht in Rechnung stellen“, sagt Krämer. „Da müssen wir einfach sagen: So spielt das Leben. Wenn die Schafe unseren Penny so toll finden, wollen wir da nichts berechnen.“

Noch ist unklar, wie die weitere Zusammenarbeit aussehen wird. „Wir haben noch nicht konkret mit Herrn Michel sprechen können, werden aber in der näheren Zukunft die Köpfe zusammenstecken“, erklärt Krämer. „Sollten wir uns einig werden und der Schäfer ist einverstanden, planen wir auf jeden Fall eine kleine Aktion auch vor dem Markt. Wir sind gespannt, wie wir eine Patenschaft gestalten können und werden da ‚schafsinnig‘ drüber nachdenken.“

Für Penny war der tierische Besuch nicht nur ein einmaliges Erlebnis, sondern auch ein echter Glücksfall. Das virale Video der ungewöhnlichen Kundschaft hat dem Markt internationale Aufmerksamkeit beschert – eine Werbung, die das Unternehmen so sicher nicht geplant hatte. Auf Instagram hat Penny das Profilbild kurzerhand mit einem Schafskopf versehen und nutzt Szenen des „Einmarsches“, um für Angebote zu werben, die einfach „määääh-ga“ sind. „Schafe hatten wir bis jetzt noch nicht im Markt“, erzählt Krämer mit einem Lachen. „Kinder und Tiere ziehen immer – aber auf sowas sind wir auch noch nicht gekommen“, ergänzt er schmunzelnd.

Die Wollnasen haben nicht nur die Herzen vieler Menschen erobert, sondern dem Penny-Markt auch unerwartete positive Aufmerksamkeit gebracht. Ob aus dem Besuch eine dauerhafte Patenschaft für die Herde wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: So ein tierischer Zwischenstopp bleibt allen Beteiligten noch lange in Erinnerung – und ist gleichzeitig die vielleicht charmanteste Werbung, die man sich vorstellen kann.