Die Emotionen in der Shakehands-Arena waren nicht mehr zu stoppen. Nach über drei Stunden Kampf und Leidenschaft verwandelte das Doppel Habesohn/Bertelsmeier den Matchball im entscheidenden Doppel und wurde prompt mit Standing Ovations der begeisterten Zuschauer belohnt. „Ich wusste, dass es mindestens ein Vier-Punkte-Spiel ist, da muss eigentlich ein Sieg her“, ordnete Bastian Steger den Erfolg erleichtert bei Dyn ein.
Damit konnten die Bayern die Rote Laterne dem gastierenden TTC Zugbrücke Grenzau direkt mit ins Gepäck geben. Bad Königshofen hat seine sportliche Lage im neuen Jahr damit komplett umgekrempelt: Der sensationelle 3:1-Erfolg bei Tabellenführer SV Werder Bremen hatte den TSV überhaupt erst in die Position gebracht, den letzten Tabellenplatz verlassen zu können.
Stegers Serie ausgebaut
Den Grundstein für den Sieg legte Steger selbst. Der 44-Jährige erlebt derzeit einen zweiten Karrierefrühling: Durch seinen klaren Dreisatzsieg gegen Feng Yi-Hsin sowie den 3:2-Krimi gegen Maciej Kubik zum Auftakt bedeutete das den achten und neunten Sieg in Folge für den ehemaligen Nationalspieler. „Manchmal bin ich selbst überrascht, dass es doch so gut funktioniert“, sagte Steger zurückhaltend: „Das war heute so nicht zu erwarten.“
Feng holte vor der Pause den ersten Punkt für die Gäste gegen Filip Zeljko. Nach Problemen im ersten Satz zeigte Grenzaus Nummer eins seine Klasse und gewann in vier Sätzen. Das zwischenzeitliche 2:1 für die Grenzauer besorgte Martin Allegro – bei dem im Duell mit seinem Ex-Klub zwei Herzen in der Brust schlugen. „Es hat sich aber komisch angefühlt, da ich hier viele schöne Erinnerungen habe“, gab der Ex-TSVler nach dem Erfolg über Daniel Habesohn zu.
Im Doppel war Allegro dann an der Seite von Samuel Walker dem Duo Habesohn/Bertelsmeier nicht gewachsen. „Sie waren besser vorbereitet als wir. Daher sind wir unter Druck geraten und hatten keinen Erfolg, wenn wir auf Risiko gegangen sind. Sie waren einfach einen Ticken besser als wir.“
Abstiegskampf so offen wie nie
Während die beiden Klubs nun weiterhin die letzten beiden Plätze belegen – wenn auch in anderer Reihenfolge –, ist der Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld keineswegs abgerissen. Mit Grünwettersbach, das noch ein Spiel in der Hinterhand hat, stehen drei Klubs bei acht Punkten, Fulda führt davor ein Trio mit zehn Zählern an. Bad Königshofen steht nun mit dem 1. FC Saarbrücken TT die nächste Mammutaufgabe bevor, auch Grenzau geht gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt als Außenseiter in die Partie.
TSV Bad Königshofen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:2
Bastian Steger – Maciej Kubik 3:2 (11:5, 11:8, 9:11, 12:14, 11:6)
Filip Zeljko – Feng Yi-Hsin 1:3 (11:9, 7:11, 9:11, 5:11)
Daniel Habesohn – Martin Allegro 2:3 (3:11, 11:8, 6:11, 11:9, 6:11)
Bastian Steger – Feng Yi-Hsin 3:0 (12:10, 11:8, 11:4)
Habesohn/Bertelsmeier – Walker/Allegro 3:0 (11:7, 13:11, 11:4)
Tabelle:
1 | SV Werder Bremen | 13 | +14 | 20:6 |
2 | Borussia Düsseldorf | 12 | +12 | 18:6 |
3 | 1. FC Saarbrücken | 13 | +15 | 18:8 |
4 | TTF Liebherr Ochsenhausen | 12 | +8 | 16:8 |
5 | 12 | +2 | 12:12 | |
6 | Borussia Dortmund | 12 | -4 | 12:12 |
7 | TTC Fulda-Maberzell | 12 | -5 | 10:14 |
8 | OE Bad Homburg 1987 | 13 | -6 | 10.16 |
9 | Post SV Mühlhausen | 13 | -7 | 10:16 |
10 | ASC Grünwettersbach | 12 | -6 | 8:16 |
11 | TSV Bad Königshofen | 13 | -10 | 8:18 |
12 | TTC Zugbrücke Grenzau | 13 | -22 | 8:18 |
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