„Es ist ein großer Erfolg, im Rahmen dieser Neuausschreibung insgesamt 62 Städten und Gemeinden den nötigen Rückenwind für die Gestaltung ihrer Innenstädte zu geben und sie in den kommenden Jahren bis Ende 2028 mit Gesamtfördermitteln in Höhe von 11,46 Mio. Euro zu unterstützen. Die außerordentlich hohe Zahl von 118 eingegangenen Bewerbungen zeigt eindrucksvoll, welche Relevanz und Identifikationskraft Innenstädte und Ortszentren in Hessen nach wie vor haben und wie groß unser Wille ist, ihrer Zukunft ein stabiles Fundament zu geben“, so Minister Mansoori.
Gemeinsam mit den Bündnispartnerinnen und Bündnispartnern rief die Landesregierung die hessischen Kommunen im August dieses Jahres dazu auf, sich mit einem vielfältigen Maßnahmenpaket um ein Innenstadtbudget zu bewerben. Pro Kommune konnten Fördermittel in Höhe von bis zu 200.000 Euro für die Schaffung multifunktionaler und nutzungsdurchmischter Innenstädte beantragt werden. Unter dem Motto „Experimentieren, ausprobieren, einfach mal machen” stieß der Förderaufruf erneut auf hohes Interesse bei den hessischen Städten und Gemeinden.
Diese besondere Bedeutung des Landesprogramms sowie die Relevanz der Zusammenarbeit im „Bündnis für die Innenstadt“ werden auch von Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertags unterstrichen: „Die Herausforderungen in den hessischen Innenstädten sind groß. Das Bündnis Innenstadt Hessen, in dem alle wichtigen Institutionen vertreten sind, hat sich deshalb aktiv für eine Fortsetzung des Programms Zukunft Innenstadt eingesetzt. Ich bin froh, dass diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben wird und nun wieder 62 Kommunen bei ihren Aktivitäten zur Stärkung ihrer Innenstadt unterstützt werden. Damit können bestehende Ideen in den Kommunen umgesetzt oder neue Ideen entwickelt werden.“
Auch Stephan Gieseler, Bündnismitglied und Direktor des Hessischen Städtetags begrüßt die Möglichkeiten, die die neue Förderrunde des Landesprogramms den hessischen Städten und Gemeinden bietet: „Die zahlreichen kreativen und vielseitigen Bewerbungen haben gezeigt, dass es sich lohnt, den Städten durch ein niederschwelliges Programm den Raum zu geben und ihnen das entsprechende Vertrauen zu schenken, ihre Innenstädte mit Experimentierfreude und Leichtigkeit weiterzuentwickeln und noch lebendiger und vielfältiger zu gestalten“.
Im Rahmen dieser Neuausschreibung werden insbesondere Projekte gefördert, die die Funktionsvielfalt und den Nutzungsmix in den Innenstädten erhöhen und neuen, kreativen Ideen Raum zum Ausprobieren bieten. Gegenstand der Förderung sind unter anderem vielfältige Zwischennutzungsideen, bei denen innerstädtische Leerstände mithilfe von Kunst, Kultur und Wissenschaft, Handwerk und Handel oder dem Erleben von gesellschaftlichem Miteinander temporär genutzt und so langfristig wieder mit neuem Leben gefüllt werden. Auch die Belebung innerstädtischer Außenräume und die Steigerung ihrer Aufenthaltsqualität sind Schwerpunkte des Landesprogramms und können mithilfe der Förderung erreicht werden.
Weitere Informationen zu „Zukunft Innenstadt“ und der Städtebauförderung in Hessen gibt es unter www.nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de.
Die osthessischen Kommunen und ihre Projekte
Alsfeld - Zuwendung: 200.000 Euro
Projekt 1: Maker Space Handwerk
Projekt 2: Pop-Up Spielplatz
Projekt 3: Aufenthaltsqualität im öffentlichen RaumProjekt 4: Leerstandsbelebung Pop-Up
Bad Hersfeld - Zuwendung: 170.000 Euro
Projekt 1: Aufenthaltsqualitätssteigerung
Projekt 2: Bodenmarkierungen, interaktive Wegeweisungen und Stadtausschmückungen
Projekt 3: Audiovisuelle, interaktive Stadtführungen
Projekt 4: Pop-up-Store für Unternehmen und Präsentationsfläche für Vereine
Bad Soden-Salmünster - Zuwendung: 200.000 Euro
Projekt 1: Gesamtprofilierung & Aktivierung „Geschichte trifft Zukunft“
Projekt 2: Innenstadt als Innovations- und Integrationsraum – „Silicon Sood“
Projekt 3: Pop-Up-Gastronomie – „Sommerbar am Kurpark“
Projekt 4: „Blühende Stadt – Geschichte trifft Zukunft“
Bebra - Zuwendung: 195.000 Euro
Projekt 1: Go-Shop Bebra
Projekt 2: Einführung digitales Betriebssystem
Projekt 3: Abholstation und digitales Schaufenster
Projekt 4: Lümmel-Inseln mit Mehrwert
Projekt 5: Freies-Innenstadt-Budget
Burghaun - Zuwendung: 200.000 Euro
Projekt 1: Herrenhaus Burghaun
Fulda - Zuwendung: 200.000 Euro
Projekt 1: Zwischennutzung und neue Nutzungskonzepte
Projekt 2: Start-Up Förderung
Projekt 3: Standortberatung und Immobiliennetzwerk
Projekt 4: Marketingkampagne „Chancen in der Innenstadt“
Hofbieber - Zuwendung: 58.000 Euro
Projekt 1: Neugestaltung des Dorfmittelpunktes mit Multi-Etnica-Monument
Hünfeld - Zuwendung: 150.000 Euro
Projekt 1: Innenstadtlabor
Kirtorf - Zuwendung: 200.000 Euro
Projekt 1: Einrichtung eines Innenstadtcafés zur Belebung des unteren Rathausvorplatz
Projekt 2: Aktivitätenpark – Gesund und fit der Jugend 10 – 18 Jahre
Projekt 3: Belebung des städtischen Museums durch den Aufbau eines modernen Landwirtschaftssimulators
Projekt 4: Errichtung von Wettersegeln zur Veranstaltungsbelebung des oberen Marktplatzes
Lauterbach - Zuwendung: 200.000 Euro
Projekt 1: Digitale Infotafeln
Projekt 2: Temporärer, experimenteller Zugang zur Lauter
Projekt 3: Platzgestaltung in der Innenstadt 2.0
Projekt 4: Architektenwettbewerb Neugestaltung Marktplatz, Friedensplatz und Berliner Platz
Projekt 5: Pop-up-Museum im Burgschloss
Schlüchtern - Zuwendung: 200.000 Euro
Projekt 1: Künstlerfestival
Projekt 2: Innenstadtkonzept
Projekt 3: Mobiler Pumptrack
Steinau - Zuwendung: 180.000 Euro
Projekt 1: Aufbau eines Innenstadtmanagements
Projekt 2: Konzepterstellung und Umsetzung „Steinau 2030“
Projekt 3: „Lokale Demokratie partizipativ gestalten“
Projekt 4: Kommunikationspaket
Projekt 5: Digitalisierung der Kommunalverwaltung
Tann (Rhön) - Zuwendung: 200.000 Euro
Projekt 1: Café Fabula - Museumscafe
Projekt 2: Digitale Info-Stelen
Projekt 3: Belebung durch neue Ansiedlung
Projekt 4: Marktausstattung
Projekt 5: Eingangsbereich Museumsdorf und Café Fabula
