Schon bei der Begrüßung wurde deutlich, wie sehr sich die Veranstalter über den großen Zuspruch freuten. Susanne Jobst, stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, sagte: „Das ist natürlich toll, dass so viele gekommen sind, obwohl aktuell viele Veranstaltungen parallel sind. Dennoch haben sie keine Mühen gescheut, hier zu uns zu kommen.“ Besonders begrüßte sie Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der anschließend selbst das Wort ergriff: „Ich darf Sie auch ganz herzlich alle begrüßen. Wir freuen uns sehr, dass wir wieder hier im wunderbaren Fuldaer Hof sein können.“ Er dankte den Gastgebern sowie der Senioren Union für die Organisation und den zahlreichen Gästen für ihr Kommen.
Auch wenn Musik und Tanz im Mittelpunkt standen, wurde der Blick immer wieder auf die bevorstehende Kommunalwahl am 15. März gelenkt. Wingenfeld machte deutlich, wie wichtig ihm der persönliche Austausch ist: „Bitte erlauben Sie mir, Sie herzlich um Unterstützung zu bitten, denn es ist in der Tat eine große Herausforderung, eine große Aufgabe, vor der wir stehen – exakt in fünf Wochen.“ Schließlich hätten viele Menschen derzeit eher Fastnacht und Alltag im Kopf als Politik. Dabei gehe es gerade auf kommunaler Ebene um sehr konkrete Fragen: „Da geht es um die Stadtverordnetenversammlung, um die Ortsbeiräte und eben auch ganz wichtig um den Kreistag. Und da macht es einen großen Unterschied, wer die Politik vor Ort prägt.“ Mit einem Ausflug in die Vergangenheit knüpfte Wingenfeld an das musikalische Motto des Nachmittags an. „Die 60er, 70er und 80er Jahre – das waren Zeiten, in denen es trotz vieler Probleme noch Gewissheiten gab“, sagte er und schlug zugleich einen Bogen zur Gegenwart: „Man steht beispielhaft dafür, dass vieles in dieser Welt ein Stück weit verrückt geworden ist, weil sich so viele Gewissheiten verschoben haben.“ Gerade deshalb sei es wichtig, vor Ort den Kompass nicht zu verlieren und Verantwortung zu übernehmen.
Fulda sei dabei auf einem guten Weg, etwa im Bereich des Wohnungsbaus. „Bei uns hatten wir im letzten Jahr einen Rekordwert von genehmigten Wohneinheiten – 500 statt sonst 300 bis 350. Das ist das Ergebnis langjähriger, kontinuierlicher Arbeit“, betonte der Oberbürgermeister. Diese Entwicklung sei nur möglich gewesen durch die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien.
Nach den Redebeiträgen wurde dann das Versprechen der Einladung eingelöst: Josef Hahner sorgte für die musikalische Begleitung der Veranstaltung und spielte Oldies aus mehreren Jahrzehnten, Paare und Freundesgruppen füllten die Tanzfläche – so auch Fuldas ehemaliger Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel – und an den Tischen wurde bei Kräppeln und Kaffee weitergeredet. Was blieb, war nicht nur der Klang alter Hits, sondern auch das Gefühl, dass Politik und Gemeinschaft an diesem Nachmittag auf angenehme Weise zusammengefunden hatten – ganz im Sinne von Susanne Jobst, die es zu Beginn so formulierte: „Wir möchten gemeinsam schöne Stunden verbringen und den Austausch untereinander pflegen.“
