Lokales FD 08.02.2026

Wahlkampfauftakt der AfD – Arbeitslose sollen 15 Stunden arbeiten

Fulda (sk) - Mit Selbstbewusstsein auf ein gutes Ergebnis und starker Kritik, besonders an der CDU startete die AfD in Johannesberg in den Wahlkampf. Dort sprachen der Kreisvorsitzende Pierre Lamley (MdB), der Spitzenkandidat zur Stadtverordnetenversammlung Fulda, Frank Schüssler, und zur Kreistagswahl Jan Nolte (MdB). Als auswärtiger Redner war der finanzpolitische Sprecher im Bundestag, Kay Gottschalk, gekommen.

Fotos: Stefan Krug

Jan Nolte

Pierre Lamely

Auf dem Weg zum Bürgerhaus wurden die Besucher lautstark von Gegendemonstranten begleitet und auch der Beginn der Veranstaltung war durch einen Störer, der lautstark eine Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Stefan Niehoff unterbrach, wenig harmonisch. Das änderte sich danach. Der Beifall für die Redner lässt darauf schließen, dass sie den Geschmack der meisten Anwesenden trafen. Pierre Lamely kritisierte ein „Weiter so” der anderen Parteien. Namentlich der hiesigen CDU warf er vor in Fulda „einen Klimaaktionsplan, der weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht” beschlossen zu haben: „Die einzige Partei, die dagegen angeht, ist die AfD.” Auf die Wahl blickte er optimistisch mit einem abgewandelten Zitat, welches Kathrin Göring-Eckart (Grüne) einst während der Flüchtlingskrise benutzt hatte: „Die Mehrheiten werden sich nach dem 15. März verändern - und ich freue mich darauf.” Zum Thema Ausländerzustrom, besonders von Geflüchteten, forderte er Kulturschaffende und Besserverdienende gerade aus Großstädten auf: „Machen sie ihre Villa zur Erstaufnahmeeinrichtung.” Die Hauptlast der Zuwanderung würden nämlich andere tragen. Beim Bürgergeld bleibe der Kreis auf einem Teil der Ausgaben sitzen. Trotz drei Millionen Arbeitslosen würde von einem Fachkräftemangel gesprochen und es gebe 1,1 Millionen Menschen, die noch nie gearbeitet hätten: „Wir fordern eine Grundsicherung, bei der nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit 15 Stunden n der Woche gemeinnützig gearbeitet werden muss. Das ist zumutbar.”