Lokales FD 22.02.2026

Wahlkampf auf dem Uniplatz – Parteien werben um Stimmen

Fulda (aw) – Auf dem Universitätsplatz herrschte am Samstag reges Kommen und Gehen. Zahlreiche Parteien und Wählervereinigungen hatten Stände aufgebaut, um für sich und ihr Programm für die Kommunalwahl am 15. März vorzustellen.

Fotos: Christine Görlich.

Die Stimmung sei besser als in den Jahren zuvor, meinte Thomas Hering am Stand der CDU. Die Menschen würden erkennen, „uns geht es sehr, sehr gut, trotz kleiner Baustelle.“ Dass auch Kritik komme, müsse man aushalten. Auch die SPD blickte auf einen guten Start in den Wahlkampf. Thomas Bobke von den Sozialdemokraten sagte: „Es ist gut angelaufen.“ Auch wenn teilweise eine gewisse Unzufriedenheit spürbar sei, kämen auch viele Leute, die wirklich etwas wissen wollen zum Stand. Kommunalpolitik betreffe die Menschen direkt. Für die Freien Wähler beschrieb Wilhelm Hartmann das aktuelle Stimmungsbild als durchwachsen, er habe aber noch „Asse im Ärmel“ – Themen, die sonst niemand auf der Agenda habe.

„Es gibt Interessierte, die sich informieren lassen“, meinte Elke Diegelmann von der CWE, gleichzeitig sei aber auch zu beobachten, dass viele die Kommunalwahlen gar nicht genau kennen würden. Gut sei das Stimmungsbild aktuell bei der FDP. Es habe bislang keine Anfeindungen gegeben, sagte Michael Grosch und die Zahl der Kontakte zeige, „dass Politik die Leute doch auch interessiert und die Leute sich für Fulda interessieren.“ Positiv überrascht waren auch die Grünen. Jochen Kohlert berichtete, es habe diesmal keine abgerissenen Plakate gegeben: „Wir sind weniger Feindbild.“ Online sehe das allerdings zum Teil anders aus. Bei Volt herrscht ebenfalls Optimismus. Volker Elm sprach von einem „sehr guten Gefühl“ mit Blick auf die Wahl. Sein Eindruck sei, dass viele Menschen „keine großen Parteien mehr, sondern neue Bewegung“ wollen würden.

Erstmals bei einer Kommunalwahl tritt „Fulda Gemeinsam Gestalten“ an. Die Wählergruppe hatte sich im Frühjahr vergangenen Jahres gegründet. Eins ihrer zentralen Themen sei ein Zusammenschluss der Stadt Fulda mit den Gemeinden Künzell und Petersberg, um Kosten zu sparen, wie Abdulkerim Demir erläuterte. Seine Mitstreiterin Maria Stephan forderte mehr Respekt im Umgang miteinander. Ute Riebold von „Die Partei“ sprach von einem „super Gefühl“ vor der Wahl. Nina Gärtner von den Linken berichtete, dass es teils schwer sei, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen: „Viele Menschen haben keine Zeit und laufen weiter.“ Nur teilweise würden Flyer mitgenommen. Sehr zuversichtlich war die AfD. Frank Schüssler sprach von einem „sehr guten Gefühl“ und verwies auf die Ergebnisse bei den vorherigen Wahlen. Zudem habe es beim Plakatieren „mehr Respekt als in den letzten Jahren“ gegeben.

Wahlkampf auf dem Uniplatz. Fotos: Christine Görlich.