„Das ist direkt mal eine ordentliche Aufgabe. Da kommt ein interessanter Gegner auf uns zu und ich denke, das wird auch ein interessantes Spiel“, vermutet Buchonia-Coach Christian Kreß vor dem Derby zum Auftakt. Richtig einschätzen könne er die Steinbacher noch nicht – sein eigenes Team aber genauso wenig: „Das gleicht bei beiden einer Wundertüte. Die Frage ist ja, wo man nach dieser turbulenten Vorbereitung steht. Wir waren nicht so oft auf dem Platz und sind auch noch dabei, uns zu orientieren“, erläutert Kreß – und Steinbachs Trainer Petr Paliatka kann sich dem nur anschließen: „Keiner weiß, wo er steht. Die ersten zwei, drei Spiele sind immer schwierig nach der Winterpause.“ Dennoch ist Paliatka voller Vorfreude, dass die schwierige Vorbereitung nun endlich vorbei ist: „Es hat sich am Ende extrem gezogen. Wir haben alles dafür getan, zumindest mal auf Kunstrasen spielen zu können.“ Apropos Vorbereitung: Nicht nur witterungsbedingt, auch ergebnistechnisch hätte diese aus Steinbacher Sicht durchaus besser verlaufen können: Lediglich gegen Bronnzell gewann der SVS deutlich, die übrigen vier Testspiele gingen verloren – für die Elf von Petr Paliatka ging es mit Baunatal, Weidenhausen und dem Hünfelder SV aber auch gegen drei Hessenligisten sowie mit dem Würzburger FV gegen einen Verein aus der Bayernliga. Vor der Winterpause hatte der SVS dagegen einen Lauf: Zwischenzeitlich holten die Steinbacher aus neun Spielen 25 Punkte und gewannen sieben Spiele in Serie.
Sowohl Paliatka als auch Christian Kreß können es nun kaum erwarten, dass es losgeht und freuen sich auf die Partie. „Das sind ja auch die Spiele, für die man Fußball spielt, gegen einen so starken Gegner“, fiebert Kreß der Partie entgegen – der Steinbacher Coach sieht das ähnlich: „In Flieden ist das immer unangenehm. Aber ich freue mich darauf, und die Jungs freuen sich auch.“
Verzichten muss Kreß auf Fliedener Seite zum Restrundenauftakt neben dem langzeitverletzten Ronaldo Zenuni auf Louis Larbig, ansonsten könne er auf den kompletten Kader zurückgreifen. Aber auch beim SV Steinbach drohen einige Akteure auszufallen: Tom Wiegand und Moritz Herbig sind zumindest fraglich, bei Dennis Reichmann kommt ein Einsatz nach einem Arbeitsunfall aller Wahrscheinlichkeit nach noch zu früh. „Dazu waren ein paar Spieler krank, die werden aber voraussichtlich wieder zur Mannschaft stoßen“, erklärt Petr Paliatka abschließend.
Neben dem Derby greifen vier weitere osthessische Teams am Wochenende wieder ins Spielgeschehen ein: Ebenfalls am Samstag empfängt die SG Bad Soden den SV Hofbieber (16 Uhr), am Sonntag starten dann auch die SG Johannesberg und die Barockstadt-Reserve mit Heimspielen: Die SGJ um Neu-Trainer Andre Wohnig spielt auf dem Kunstrasen in der Johannisau gegen den TSV Wabern (13 Uhr), die SGB empfängt um 15 Uhr den Lichtenauer FV auf dem Kunstrasen in Lehnerz. Noch nicht im Einsatz sind dagegen Britannia Eichenzell und die SG Eiterfeld/Leimbach – für beide Teams geht es erst in der nächsten Woche los. Beide Vereine nutzen die Zeit aber dennoch, um nochmal zu testen: Die Britannia gastiert am Samstag (15 Uhr) bei der Reserve der SG Bad Soden, die SGEL spielt tags darauf beim TSV Künzell (14 Uhr).
Samstag
14.30 Uhr
Buchonia Flieden – SV Steinbach
Calden/Meimbressen – Wolfhagen (Kunstrasen Calden)
16 Uhr
Bad Soden – Hofbieber
Sonntag
13 Uhr
Johannesberg – TSV Wabern (Kunstrasen Johannisau)
15 Uhr
Hessen Kassel – Dörnberg
Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Lichtenauer II (in Lehnerz)
16 Uhr
Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach – Willingen (Kunstrasen Heiligenrode)
