Bei der Alarmierung wurden die Einsatzkräfte bereits über die mögliche Ursache informiert: Offenbar war ein Gastank eines Fahrzeugs explodiert. Außerdem war zunächst unklar, ob es vermisste Personen gibt. Vor Ort angekommen, fand die Feuerwehr die Scheune in Vollbrand vor. „Es gab mehrere Explosionen“, schilderte Gemeindebrandinspektor Sören Beyer.
Personen waren letztlich glücklicherweise keine im Gebäude, allerdings war das Scheunentor bereits zerstört und der Dachstuhl brannte. Durch eine Riegelstellung konnten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus verhindern, auch die Garage musste abgeschirmt werden. Durch die Explosionsgefahr nahm die Feuerwehr keinen Innenangriff vor, sondern löschte mithilfe der Drehleiter aus Alsfeld von oben. Die Scheune ist einsturzgefährdet, ein Sachverständiger des THW wurde hinzugezogen.
Noch einige Zeit werden die Einsatzkräfte mit Nachlöscharbeiten vor Ort zu tun haben, so Beyer weiter. Insgesamt waren 53 Kräfte aller Feuerwehren der Gemeinde Antrifttal und aus Alsfeld vor Ort, dazu die Polizei. „Großes Lob“, so Beyer an seine Kollegen, die zur Mittagszeit mit großer Stärke Schlimmeres verhindern konnten.
Die Scheune sowie eine darin befindliche Hebebühne samt Fahrzeug wurden durch den Brand vollständig zerstört. Auch das angrenzende Wohnhaus, sowie eine Garage des Nachbargrundstücks wurden erheblich beschädigt. Der entstandene Sachschaden wird auf einen unteren sechsstelligen Betrag geschätzt. Die genaue Brandursache ist derzeit noch unklar und Bestandteil der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei in Alsfeld. Die Alsfelder Straße war für die Dauer der Löscharbeiten vollgesperrt.
