Mit zwei vollbesetzten Neun-Sitzer-Bussen (Spieler plus Unterstützern) reiste das Team des FC Heinebach hochmotiviert zum 15. Ü35-Futsal-Cup des HFV an. Schon im Auftaktspiel gegen die SpVgg Mücke wurde jedoch deutlich, wie groß die Anspannung war. In einer hektischen und zerfahrenen Partie gelang dennoch ein glücklicher 2:1-Erfolg. Die Tore erzielten Marth und Krause. Trotz spielerischer Unsicherheiten stand am Ende ein wichtiger Dreier und damit die Gewissheit, in Grünberg endlich Punkte eingefahren zu haben.
Mit diesem Erfolg im Rücken ging die Mannschaft des FC Heinebach befreiter in die nächste Begegnung gegen die SG Bellings/Hohenzell. In einer umkämpften Partie setzte sich das Team knapp, aber verdient mit 1:0 durch. Erneut war es Marth, der den entscheidenden Treffer markierte. Spätestens jetzt war die Mannschaft im Turnier angekommen und zeigte zunehmend ihr spielerisches Potenzial.
Auch im dritten Spiel gegen Germania Ortenberg behielt der Kreis die Oberhand. Krause erzielte beim 1:0-Sieg das goldene Tor. Mit drei Erfolgen aus drei Spielen schien plötzlich alles möglich.
Doch im vierten Gruppenspiel gegen die ASG Birstein folgte ein Dämpfer. Mit einer etwas zu sorglosen Einstellung geriet die Mannschaft früh ins Hintertreffen und musste sich am Ende deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Die Niederlage holte das Team aus Alheim zurück auf den Boden der Tatsachen.
So kam es im abschließenden Gruppenspiel zum Showdown gegen den Turnierfavoriten, den TSV Korbach, der zuvor mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 14:2 aufgetrumpft hatte. Mindestens ein Punkt war notwendig, um das Viertelfinale zu erreichen. In einer leidenschaftlichen Begegnung warf der FC Heinebach alles in die Waagschale. Mit großem Kampfgeist, unbedingtem Willen und dem nötigen Quäntchen Glück gelang ein vielumjubeltes 1:1 – erneut durch einen Treffer von Marth. Damit stand Platz zwei in der Gruppe hinter dem TSV Korbach fest – und der historische Einzug ins Viertelfinale.
Dort wartete mit dem TSV Kirchhain der nächste starke Gegner. Doch nach den intensiven Vorrundenspielen schwanden zunehmend die Kräfte. Durch einen bitteren Gegentreffer unterlag das Team aus Heinebach knapp mit 0:1 und schied aus dem Turnier aus. Trotz des Viertelfinal-Aus überwog am Ende der Stolz: Noch nie zuvor hatte eine Mannschaft aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg in Grünberg ein besseres Ergebnis erzielt. Ein Auftritt, der in Erinnerung bleiben wird – und der Maßstäbe für kommende Turniere setzt.
