Fußball 06.02.2026

Testspiele – Schnee macht dem HSV dicken Strich durch die Rechnung

Osthessen (pf) – Welche Spiele lässt das Winterwetter zu? Vor dieser Frage stehen viele Fußballer, denn die Teams wollen in der Vorbereitung endlich ihr Testspiel-Programm weiter durchziehen. Zumindest verlegt, aber nicht gänzlich vom Tisch ist eine Austragung des Duells Hünfelder SV gegen die SG Bad Soden am Samstag. Auf der Rhönkampfbahn geht es nicht, nun wollen beide um 13.30 Uhr an der Bornwiese spielen.

Der HSV testete im Winter 2025 zuhause gegen Soden – in Hünfeld findet das Testspiel diesmal aber nicht statt, aber in Bad Soden soll es klappen. Archivfoto: Pascal Fischer

„Sehr, sehr schwierig“, hadert HSV-Trainer Johannes Helmke mit der aktuellen Lage. Besonders vor dem Hintergrund, dass die Hünfelder einer ernsten Restrunde in der Hessenliga entgegenblicken, hatte sich Helmke für seine letzte Vorbereitung als Coach etwas anderes gewünscht: „Man muss sagen, dass das bisher wirklich suboptimal läuft und alles andere als gut ist“. In der Halle konnten die Hünfelder athletisch und konditionell arbeiten, „aber natürlich ist das auch eine andere Belastung als draußen auf dem Platz“. Etwa 40 mal 40 Meter schippte die Mannschaft Anfang der Woche am Kunstrasen der Rhönkampfbahn frei und konnte erstmals dort trainieren, doch der Frost kam schnell dazu. Dienstag wurde wieder geschippt, dann schneite es aber nochmal drauf, einige Spieler hätten ohnehin gar nicht erst anreisen können. Am Mittwoch nahm Helmke erneut selbst die Schippe in die Hand, doch viel ging nicht: „Es sind nicht nur ein paar Zentimeter, sondern da liegen schon extreme Massen drauf“. Auch ein geplanter Test bei der SG Barockstadt kam am Mittwoch nicht mehr zustande.

So hoffen die Hünfelder darauf, dass das Spiel gegen Bad Soden stattfindet: In Hünfeld wird es nicht gehen, daher wurde das Heimrecht bereits getauscht und nun wird am Samstag (13.30 Uhr) beim Verbandsligisten gespielt. Die schwierigen Bedingungen sorgten außerdem bisher für die eine oder andere Verletzung in Waden- oder Oberschenkelbereich. „Nichts Schlimmes“, so Helmke, „aber wir hatten schon Vorbereitungen mit intensiven Einheiten und vielen Inhalten. Das bleibt momentan alles auf der Strecke“.

Ähnlich ergeht es den Sprudelkickern: Trainer Lars Schmidt erhielt bis dato viele Absagen, weil Anfahrtswege dicht waren. Im Black&Yellow Fitness in Bad Soden-Salmünster waren zwar bereits einige Termine möglich, wo im Kraftbereich gearbeitet wurde, beispielsweise mit Rudergeräten, „aber fußballerisch ging es auch erst zweimal auf dem Platz“, so Schmidt. Schnee zu schieben, sei aufgrund des Granulats schwierig, auf das ein Augenmerk gelegt werden müsse. So vertrauen die Sodener auf das Wetter, und hoffen, dass gegen Hünfeld gespielt werden kann. Der Coach betont aber: „Lamentieren bringt ja nichts, es geht allen gleich“. Einen großen Umbruch wie im Sommer gab es diesmal bei der SG nicht, nur einen Abgang und einen, der aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurde. Daher hat Schmidt auch das Vorhaben, auf Viererkette umzustellen, auch noch nicht abgehakt: „Wir haben das ja schon mal gespielt, müssen jetzt nur unsere beste Formation finden. Das kriegen wir in drei Wochen auch noch hin“. Kymlicka (Magen-Darm) und Kovac (krank) pausierten zuletzt, könnten bis Samstag aber wieder fit sein.

Auch andere Verbandsligisten wollen es am Wochenende mit Testspielen versuchen: Am Samstag begrüßt die SG Eiterfeld Leimbach die FSG Vogelsberg (13 Uhr). In Flieden geht derweil nix: Das geplante Spiel gegen Schlüchtern wurde schon abgesetzt. Am Sonntag hoffen der SV Hofbieber (13 Uhr beim FSV Bad Orb), die SG Barockstadt U23 (14.30 Uhr bei Niederaula/Kerspenhausen), der SV Steinbach (15 Uhr beim SV Neuhof) und die SG Johannesberg (17 Uhr gegen Thalau in Hilders) auf den Wettergott.