Eigentlich sollte in Hünfeld der Ball rollen, doch wegen der schwierigen Platzverhältnisse wurde auf den Kunstrasen in Bad Soden ausgewichen. Trotz der Heimniederlage war Bad Sodens Cheftrainer Lars Schmidt absolut zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Es war ein sehr ordentlicher Test gegen einen starken Gegner“, so Schmidt. Erst in der Schlussphase stachen die Hünfelder zum 0:2-Endstand zu. Jemal Kassa lupfte den Ball zunächst nach einer starken Balleroberung von Luan Ebert und einer Steil-Klatsch-Situation über SG-Torwart Ferdi Myumyunov ins Netz, ehe Marcel Trägler nach Drehung ins kurze Eck vollstreckte (86.). Für Schmidt war es ein Spiel mit viel Feuer. Erst nachdem in der zweiten Halbzeit eine Arie an Wechseln verzogen wurde, habe der Gastgeber an Schärfe verloren. „Wir haben alle 19 Spieler eingesetzt, das war heute das Wichtigste.“ Ausreden bezüglich fehelender Automatismen wegen der langen Spielpause wollte er zugleich nicht formulieren. „Hünfeld hatte die gleichen Bedingungen in den letzten Wochen – trotzdem war es ein interessantes Spiel.“ Auch für Hünfelds Trainer Johannes Helmke war es ein solider Test seiner Mannschaft, nachdem die Witterung die Vorbereitung des HSV bis dato massiv erschwerte: „Wir sind froh, dass der Test stattgefunden hat. Wir konnten unsere Abläufe durchgehen“ – und natürlich wollen die Hünfelder nun genau dort ansetzen, wenn es in die heiße Phase vor dem Restrundenauftakt in der Hessenliga geht.
SG Bad Soden: Myumyunov; Hilchenbach, Banh, Kovac, Ehlert, Costa Sabate, Damm, Vinojcic, Mosch, Kymlicka, Arsov. (46. D‘agostini, 56. Okyere, 62. Neiter, 62. Noori, 68. Alipek, 74. Pospischil, 74. Saracevic, 77. Fiorentino, 77. Ljutic).
Hünfelder SV: Boureanu; Kemmerzell, Häuser, Zöll, Dücker, Paliatka, Fröhlich, Lindemann, Zentgraf, Kümmel, Kassa. (46. Trägler, 46. Gadermann, 46. Maul, 46. Ebert, 46. Herr).
Tore: 0:1 Jemal Kassa (80.), 0:2 Marcel Trägler (86.).
