An dem Gespräch nahmen seitens des SPD-Unterbezirks Andreas Maraun (Unterbezirksvorsitzender), Michael Busold (stellvertretender Unterbezirksvorsitzender), Birgit Kömpel (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag) sowie Hans-Joachim Tritschler (Co-Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Fulda) teil.
Hintergrund des Treffens ist ein tragischer Vorfall in Kaiserslautern, bei dem ein 36-jähriger Zugbegleiter nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit einem Fahrgast so schwer verletzt wurde, dass er wenig später an den Folgen verstarb. Der Mann war bei einer Fahrscheinkontrolle angegriffen und tödlich verletzt worden. Dieser erschütternde Fall hat bundesweit Bestürzung ausgelöst und die Diskussion über den Schutz von Bahnmitarbeitenden erneut verschärft.
Die Vertreter der EVG schilderten eindringlich die große Betroffenheit unter den Beschäftigten der Bahn. Insbesondere bei den Zugbegleitern herrsche seit dem Vorfall eine erhebliche Verunsicherung. Bereits seit rund zehn Jahren beobachte man eine zunehmende Verrohung im Umgang mit dem Zugpersonal. Das Spektrum reiche von verbalen Beleidigungen und Bedrohungen über Anspucken bis hin zu tätlichen Angriffen. „Was wir erleben, ist keine Ausnahme mehr, sondern für viele Kolleginnen und Kollegen trauriger Alltag“, so die Gewerkschaftsvertreter.
Auch Staatssekretär Sönmez sowie die Vertreterinnen und Vertreter des SPD-Unterbezirks zeigten sich tief betroffen. Man sei sich einig, dass die von der Deutschen Bahn angekündigten Maßnahmen wie der verstärkte Einsatz von Bodycams und zusätzlichem Sicherheitspersonal richtig seien, aber nur ein erster Schritt sein könnten.
Sönmez erklärte: „Aus meiner Sicht sollten Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter künftig grundsätzlich nur noch im Zweierteam eingesetzt werden, um ihre Sicherheit deutlich zu erhöhen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen, die täglich für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr sorgen, um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten müssen.“, um ihre Sicherheit deutlich zu erhöhen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen, die täglich für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr sorgen, um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten müssen.“
Kritisch äußerten sich die Gesprächsteilnehmenden hinsichtlich datenschutzrechtlicher Bedenken beim Einsatz von Bodycams. Bei aller berechtigten Sensibilität für Datenschutz müsse klar sein: Hier gehe es um den Schutz von Menschenleben. „Jeder muss verstehen, dass ein Mensch gestorben ist. Der Schutz der Beschäftigten hat oberste Priorität“, hieß es aus der Runde.
Die Vertreter der EVG bedankten sich ausdrücklich für den offenen und konstruktiven Austausch. Man sei dankbar, dass Politik und Landesregierung die Sorgen der Beschäftigten ernst nähmen. Abschließend vereinbarten die Teilnehmenden, im engen Dialog zu bleiben und sich weiterhin für konkrete Verbesserungen der Sicherheitslage einzusetzen.
