Lokales FD 01.02.2026

Solidarität mit Rojava: Kundgebung auf dem Universitätsplatz in Fulda

Fulda (sim/pm) – Unter dem Motto „Solidarität mit Rojava“ haben am Samstagnachmittag auf dem Universitätsplatz in Fulda rund 150 Menschen demonstriert. Die Kundgebung wurde vom Fuldaer Kreisverband der Partei Die Linke organisiert, unterstützt von kurdischen Betroffenen, Angehörigen und weiteren solidarischen Partnern. Ziel der Veranstaltung war es, ein Zeichen gegen den Krieg und für demokratische Werte zu setzen.

Foto: Silas Messing.

Daniel Wünsche von der Linken erklärte die Hintergründe der Kundgebung: „Die kurdischen Autonomiegebiete in Nordostsyrien sind unter Angriffen des sogenannten Übergangspräsidenten al-Sharaa. Für uns ist diese Region besonders wichtig, weil sie für Feminismus, Ökologie und Selbstbestimmung steht – vor allem aber auch für eine ökonomische Struktur, die den Menschen dient.“

Die Kundgebung richtete sich ausdrücklich gegen die aktuelle Bedrohung der demokratischen Selbstverwaltung in Rojava. Wünsche forderte die deutschen Regierungsparteien auf, Druck auf al-Sharaa auszuüben, Hilfsgüter zu liefern und sich für die Rechte der Menschen vor Ort einzusetzen: „Es darf nicht weg geschaut werden. Die Bundesregierung muss sich positionieren. Der sogenannte Übergangspräsident darf nicht in Deutschland eingeladen werden.“

Auch die kurdischen Vertreter vor Ort betonten die Bedeutung der Solidarität. Abduelkerim Demir, Vorsitzender des Ausländerbeirats der Stadt Fulda, sagte: „Die Kurden kämpfen für demokratische Prozesse, Frauenrechte und Minderheitenrechte. Sie haben IS bekämpft und damit auch Europa geschützt. Heute brauchen wir die Unterstützung der europäischen Staaten, um unsere Selbstrechte in Syrien zu verteidigen.“

Die Kundgebung wurde als friedlicher Ort des Austauschs gestaltet. Neben Redebeiträgen von kurdischen Organisationen wie der kurdischen Gemeinde und dem Kurdistan Verein Osthessen gab es auch musikalische Beiträge. Wünsche betonte: „Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger aus Fulda und der Region ein, gemeinsam ein starkes Signal für Frieden und Menschenrechte zu senden.“

Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vor Ort, um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten. Polizeihauptkommissar Hohmann erklärte: „Unsere Hauptaufgabe ist es, die Versammlung zu schützen. Wir orientieren uns an Erfahrungen vergangener Veranstaltungen und sorgen dafür, dass die Kundgebung friedlich abläuft. Dafür sind wir mit Einsatzkräften im mittleren zweistelligen Bereich vertreten.“

Die Veranstaltung dauerte bis in den frühen Abend und bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich auszutauschen und Solidarität mit den Menschen in Nordostsyrien zu zeigen.

Kundgebung auf dem Universitätsplatz in Fulda. Fotos: Silas Messing.