In ihrer vierten Sitzung am Dienstag vertiefte die AG um den Vorsitzenden Dr. Michael Vesper in erster Linie das sogenannte „Kompass-Modell“ für eine viergleisige Regionalliga und widmete sich dabei zahlreichen Detailfragen, die für die Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle spielen. Im „Kompass-Modell“ würden sich die Staffeln nicht mehr nach Verbandsgrenzen richten, sondern sich in jeder Saison anhand der kürzesten Fahrtstrecken zusammensetzen. Die vier Meister würden direkt aufsteigen, es wären keine Aufstiegsspiele zur 3. Liga mehr nötig.
Die Abstiegsregelung in der Regionalliga wäre in diesem Modell ebenfalls einheitlich und nicht mehr von der regionalen Zugehörigkeit der Absteiger aus der 3. Liga abhängig. Es könnte also nicht mehr in einzelnen Staffeln zu einem verstärkten Abstieg kommen. Auch die bestehenden Aufstiegsregelungen aus der 5. Liga könnten beibehalten werden.
Darüber hinaus wurden im Rahmen der Sitzung weitere Alternativen andiskutiert, ohne dass sich dabei bisher ein bevorzugtes Modell herauskristallisiert hat.
Der Vorsitzende der AG, Dr. Michael Vesper, sagt: „Die Diskussionen sind intensiv, ich nehme sie aber weiterhin als konstruktiv wahr. Klar ist: Wenn jeder nur aus seiner eigenen Brille auf die Dinge schaut, werden wir keine Lösung finden. Wir müssen daher immer das Gesamtbild im Blick behalten. Ich halte es im Sinne der Sache weiterhin für entscheidend, dass wir verstärkt positive Aspekte einzelner Modelle betrachten und nicht allein gegen etwas argumentiert wird“. Die nächste Sitzung der AG Regionalliga-Reform ist für den 25. März terminiert.
Der AG gehören Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an. Jede Staffel hat eigenverantwortlich ihre Vertreter für die Arbeitsgruppe benannt. Weitere Mitglieder sind Manuel Hartmann als Geschäftsführer Spielbetrieb für den DFB und Ansgar Schwenken als Direktor Spielbetrieb & Fans für die DFL. Dr. Michael Vesper komplettiert die Gruppe als Vorsitzender. Die Arbeitsgruppe selbst ist kein Beschlussgremium.
Die Initiative Aufstiegsreform 2025 hat indes kurz vor dem Treffen der AG weiteren prominenten Zuwachs erhalten: Mit Eintracht Braunschweig und Rot-Weiss Essen schlossen sich zwei große Traditionsvereine dem bundesweiten Reformbündnis an. Damit wuchs die Initiative auf nunmehr 59 Klubs aus den ersten fünf Ligen an.
