Nach und nach marschierten die Randstaaten in den Schlosshof ein – begleitet von Musik, Schlachtrufen und viel Applaus. Fahnen wehten im kalten Wind, Garden und Aktive trotzten den niedrigen Temperaturen. Doch sie waren nicht nur gekommen, um die letzten Höhepunkte der Kampagne einzuläuten: Mit ihrem Einmarsch weckten sie Prinzessin Isabel von Brief und Siegel, die 83. von Fulda, sowie Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und stimmten sie gemeinsam auf Kinderumzug und Rosenmontag ein.
Ein besonderer Moment war der Einmarsch der FKG – der „Familie“ der Prinzessin. Rund 150 Aktive zogen geschlossen in den Innenhof ein, um ihre Prinzessin Isabel von Brief und Siegel, die 83. von Fulda, zu wecken. Dieses beeindruckende Bild rührte die Prinzessin sichtlich. Tränen standen ihr in den Augen, als sie das Wort an ihre Fastnachtsfamilie richtete: „Seit dem 11.11. war ich jeden Tag stark. Ihr habt mich durch die Kampagne getragen. Man war nie allein. Heute habt ihr mich zu Tränen gerührt. Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich bei euch, bei jedem von euch, für eine unvergessliche Zeit. Vielen Dank. Auf uns ein dreifaches Föllsch foll – hinein“
Prinzessin Isabel von Brief und Siegel sagte der Osthessen-Zeitung, die vergangenen Monate seien „einfach eine unbeschreibliche Zeit“. Seit dem 11.11. schwimme man auf einer Welle der Begeisterung. „Man wird so toll getragen von jedem Einzelnen in der FKG-Familie. Sie waren bei jedem Einmarsch dabei. Und man war nie allein – das ist natürlich ganz, ganz toll.“ Mit Blick auf das nahende Ende der Kampagne wurde sie noch einmal nachdenklich: „Das ist natürlich schon ein ganz emotionaler Moment.“ Besonders der starke Einmarsch des eigenen Vereins habe sie tief berührt. Doch die Vorfreude überwiegt: Sonntag der Kinderumzug, Montag Rosenmontag – „pure Freude, auf alle Fälle.“
Für humorvolle Akzente sorgte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der die anwesenden Gruppen in gereimten Versen begrüßte – ganz im Stil der Foaset. Zwischen Schunkeln und Applaus wurde deutlich: Das Prinzenwecken ist nicht nur Tradition, sondern Ausdruck gelebter Gemeinschaft. Der FFCK überbrachte dem Oberbürgermeister ein Zelt für ihn und den Stadtbaurat – eine willkommene Geste bei frostigen Temperaturen. Im Anschluss stärkten sich die Gruppen im Innenhof bei Kaffee, Kuchen und einem kleinen warmen Imbiss. So blieb am Ende eines sonnigen, aber eiskalten Vormittags vor allem ein Gefühl: Dankbarkeit – und die Gewissheit, Teil einer großen Fastnachtsfamilie zu sein.
