Handball 23.02.2026

Oberliga – HSG gewinnt Krimi – HSV wartet weiter auf den ersten Sieg

Osthessen (jah) – Die HSG Großenlüder/Hainzell hat in der Handball-Oberliga einen absoluten Krimi für sich entschieden – und konnte sich einmal mehr bei Dominik Malolepszy bedanken, der mit der Schlusssirene zum 32:31 (13:14) bei der HSG Twistetal traf. Weniger erfolgreich lief es für den Hünfelder SV: Nach der 31:38 (17:20)-Niederlage gegen den TV Külte wartet das Team von Stephan Kimpel weiter auf den ersten Saisonsieg. Keine Blöße gab sich dagegen Ligaprimus TV Hersfeld: Gegen den TSV Ost-Mosheim gewann der souveräne Tabellenführer mit 25:17 (13:7).

Dominik Malolepszy schwang sich mit seinem direkt verwandelten Freiwurf mit der Schlusssirene zum Matchwinner für Großenlüder/Hainzell auf. Foto: Christine Görlich

Dominik Malolepszy schwang sich mit seinem direkt verwandelten Freiwurf mit der Schlusssirene zum Matchwinner für Großenlüder/Hainzell auf. Foto: Christine Görlich

HSG Twistetal – HSG Großenlüder/Hainzell 31:32 (14:13)

Die Gäste haben ein absolutes Drama für sich entschieden: Die Uhr in der Mehrzweckhalle in Mühlhausen war bereits abgelaufen, mit der letzten Aktion bekam HSG-Spieler Henrik Dimmerling allerdings noch einen Schlag ins Gesicht ab – Trainer Sebastian Peppler und der Gästeanhang forderten Siebenmeter, die Schiedsrichter entschieden aber nur auf Freiwurf. „Der musste dann aus dem Stand ausgeführt werden, die Uhr war ja schon abgelaufen“, erläuterte Peppler. Dominik Malolepszy nahm sich der Sache an – und hämmerte den Ball mit einem abgeknickten Wurf zum Sieg in die Maschen. „Es war schon nervenaufreibend am Ende, aber ich bin das ja mittlerweile fast gewohnt“, schmunzelte ein erleichterter HSG-Coach nach dem knappen Auswärtssieg: Wie so oft in dieser Saison lag Großenlüder/Hainzell Mitte der zweiten Halbzeit hinten, wie so oft zeigte das Team jedoch Moral und arbeitete am Comeback – mit Erfolg: „Ich weiß gar nicht so sehr, ob das verdient ist. Wir haben uns sehr schwer getan, durch die längere Pause kamen wir nicht so richtig in den Spielfluss rein. Die Vorbereitung war gut, die Umsetzung allerdings leider nicht so da.“ Dass es dennoch zum Sieg reichte, lag allerdings nicht nur an Malolepszys Traumwurf, wie Peppler erklärte: „Twistetal hat uns da am Ende ein bisschen in die Karten gespielt. Sie haben den Ausgleich zu früh erzielt und uns noch 35 Sekunden gegeben, sodass wir den letzten Wurf hatten.“

Großenlüder/Hainzell: Hendus, Sippel (1), Weinbörner (4), Bosold (1), Kirsch (6), Münker, Malolepszy (6/1), Herber, L. Dimmerling (1), Blinzler (3), Deppe (1), H. Dimmerling (9)

 

Hünfelder SV – TV Külte 31:38 (17:20)

Der HSV muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten: Im Heimspiel gegen den TV Külte hielt die Mannschaft von Stephan Kimpel vor allem im ersten Durchgang gut mit, wie so oft folgte in der zweiten Halbzeit dann aber der Einbruch: „Ich bin immer noch geknickt“, haderte Kimpel auch einen Tag nach der 13. Niederlage im 14. Spiel: „Die erste Halbzeit war wirklich gut, da haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Nach der Pause haben wir das dann nicht mehr so auf die Platte bekommen, sind nicht mehr nach Matchplan vorgegangen. Vor allem das Tempospiel hatten wir dann nicht mehr so im Griff.“ Erneut überragender Akteur bei den Gästen war Heinrich Wachs, der elf Treffer beisteuerte und vom HSV einfach nicht zu kontrollieren war – Kimpel brachte es auf den Punkt: „Der ist einfach nicht zu stoppen. Selbst gegen Mannschaften wie Hersfeld trifft er zweistellig.“ Dennoch habe Kimpel erneut gute Ansätze seines Teams gesehen: „Nach hinten haben wir phasenweise gut verteidigt, ein gutes Rückzugsverhalten gezeigt. Was man auf jeden Fall festhalten muss: Das Ergebnis fällt am Ende zu hoch aus. Wenn du kurz vor Schluss mit drei oder vier Toren hinten liegst, gehen die Köpfe runter. Da haben wir uns dann noch einfache Gegentore gefangen.“

Hünfelder SV: Sauer (8/2), Menth, Schäfer (4), Temburg (1), Reuchsel (3), Schott (2), Gute (8), Kaub (3), Sauerbier (2), Hohmann, Schramm, Becker, Krätzig, Simon

 

TV Hersfeld – TSV Ost-Mosheim 25:17 (13:7)

Absolut nichts anbrennen lassen hat der Ligaprimus: Wie schon im Hinspiel ließ die abermals bärenstarke TVH-Abwehr die Offensive der Gäste überhaupt nicht ins Rollen kommen, lediglich sieben Treffer gelangen Ost-Mosheim im ersten Durchgang – immerhin zehn kamen dann nach der Pause noch dazu. Für die Hersfelder um den scheidenden Trainer Dragos Negovan war es bereits der 14. Sieg im 15. Spiel – und der nächste Schritt in Richtung Meisterschaft. Bester Hersfelder Torschütze war Jannik Bachus mit sieben Toren.

TV Hersfeld: Bachus (7/3), Hasselbach (2), Dellmuth (1), Becker, Kürten, Wiegel (3), Rübenstahl (3), Reinhardt (1), Krause, Berger, Voß, Thole (4), Kehl (1), Teichmann (3)