Schon beim Betreten der Halle wird klar: Hier geht es nicht nur ums Zocken, sondern ums Staunen. Herzstück des Konzepts ist eine wiederaufladbare Guthabenkarte. „Eine ganz normale Karte, ausgestellt von uns“, sagt Mohammad. „Mit dieser Karte kannst du dann alles machen.“ An der Kasse wird sie mit sogenannten Credits aufgeladen. An jedem Gerät zeigt ein Display an, wie viele Credits ein Spiel kostet – und wie viele noch verfügbar sind. „Jeder sieht ganz genau, was er ausgibt. Das war uns wichtig“, betont Mohammad.
Preise und Pakete
Der Einstieg beginnt bei 15 Euro. Dafür gibt es 33 Credits. „Damit kannst du ungefähr sechs bis sieben Geräte bespielen – je nachdem, was du auswählst“, erklärt Mohammad. Klassische Arcade-Spiele kosten zwischen zwei und sechs Credits. Umgerechnet bewegen sich die Preise zwischen etwa 50 Cent und zwei Euro pro Spiel. Besonders beliebt sind Renn- und Motorrad-Simulatoren, bei denen es ordentlich ruckelt und vibriert. Für die separate VR-Arena gibt es eigene Pakete ab 50 Euro – abhängig von Personenzahl und Spieldauer.
Die VR-Arena: Ein multisensorisches Erlebnis
Die VR-Geräte sind das absolute Highlight der Sp4ce Zone. Hier wird aus digitalem Spiel ein echtes Abenteuer: Achterbahnen, Paragliding, 360-Grad-Simulationen – alles wird mit Bewegung, Wind- und sogar Wassereffekten kombiniert. „Du ziehst die Brille an und bist komplett weg – als würdest du wirklich fliegen oder fahren“, schwärmt Mohammad. „Die VR-Welt ist unglaublich immersiv. Du spürst jede Kurve, jeden Sprung, jede Brise. Das ist kein normales Spiel, das ist ein Erlebnis, das man so in Deutschland selten findet.“
Auch Silas Messing aus der Redaktion konnte den Paragliding-Simulator testen: Kaum setzt man die VR-Brille auf, hebt man virtuell in die Welten ab. Wind streicht durch das Gesicht, ein leichter Wassernebel simuliert die feuchte Luft, und ein dezenter Duft verstärkt das Gefühl, wirklich zu fliegen. Jede Bewegung, jede Kurve, jeder Schwenk ist spürbar – man gleitet über Wüsten, schwebt an Planeten vorbei und fühlt sich, als wäre man tatsächlich in der Realität unterwegs. Die Kombination aus visuellen, haptischen und olfaktorischen Reizen macht den Flug zu einem multisensorischen Erlebnis, das weit über klassisches Gaming hinausgeht.
Arcade, das sind die Klassiker: Basketball-Automaten, digitale Geschicklichkeitsspiele, Rennsimulationen. VR dagegen sei „die nächste Stufe“, erklärt Mohammad. Der Trend komme ursprünglich aus den USA und Asien. In Deutschland gebe es bislang nur wenige vergleichbare Konzepte – und in dieser Kombination sei man nach eigener Recherche einzigartig in der Region. „So etwas gibt es nicht mal in Frankfurt“, sagt Mohammad selbstbewusst. Vergleichbares habe man höchstens in Oberhausen gesehen, allerdings ohne die starke VR-Komponente.
Für alle Altersgruppen
Die Zielgruppe? „Eigentlich fast alle“, sagt Mohammad. Empfohlen wird das Angebot ab acht Jahren – insbesondere für die VR-Geräte, entsprechend den Herstellerangaben. Doch auch jüngere Kinder finden passende Spiele. „Und nach oben gibt es keine Grenze“, ergänzt er schmunzelnd. Ziel sei es, Generationen zusammenzubringen. „Wir wollen, dass Eltern mit ihren Kindern hier gemeinsam lachen.“
Neben dem normalen Tagesbetrieb bietet die Sp4ce Zone auch Geburtstage, Team-Events und Schulausflüge an. Statt jede Runde einzeln abzurechnen, werden Gruppenpakete geschnürt. „Dann heißt es: Ihr habt eine oder zwei Stunden – und könnt gemeinsam durchstarten.“
Hintergrund und Motivation
Die Idee entstand aus persönlicher Erfahrung. „Wir haben selbst Kinder“, erzählt Mohammad. „Und wir haben gemerkt: In Fulda gibt es nicht viele Orte, wo man wirklich gemeinsam etwas erleben kann.“ Gerade in Zeiten, in denen viel Freizeit vor dem heimischen Bildschirm verbracht wird, wolle man wieder einen realen Treffpunkt schaffen. „Hier kommt man raus, trifft Leute, erlebt etwas zusammen. Das ist uns wichtig.“
Die Lage im Komplex nahe Kino, Tanzschule und S-Club sehen die Betreiber als ideal. „Wir sind mitten im Geschehen“, sagt Mohammad. „Das passt perfekt.“ Geöffnet ist sieben Tage die Woche: montags bis freitags ab 13 Uhr, samstags und sonntags bereits ab 11 Uhr. Unter der Woche und sonntags schließt die Halle um 22 Uhr, freitags und samstags erst um Mitternacht. Personal ist durchgehend vor Ort – besonders für die Einweisung in die VR-Technik. „Da braucht es Betreuung. Sicherheit geht vor.“
Hinter dem Projekt steckt eine hohe Investition. Modernste Technik, aufwendiger Innenausbau, Brandschutz nach aktuellen Vorgaben – all das habe Zeit und Geld gekostet. Ursprünglich war die Eröffnung bereits für Dezember geplant, doch behördliche Auflagen verzögerten den Start. „Im Dezember stand eigentlich schon alles“, erzählt Mohammad. „Aber wir wollten erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn wirklich alles fertig ist.“
Nun steht die Sp4ce Zone kurz vor dem Start. Zum Schluss lacht er: „Am besten probiert man es einfach selbst aus – dann weiß man, wovon ich rede.“ Der genaue Eröffnungstermin steht noch nicht fest.
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