Lokales FD 07.02.2026

Nachruf – Leben für Stadt, Sport und Foaset: Dirk Schütrumpf ist tot

Fulda (pm/jah) – Die Todesnachricht von Dirk Schütrumpf überschattet nicht nur die Fulder Foaset in ihrer Hochphase, sondern auch den Fußball-Rückrundenstart und die regionale Hotellerie. Er verstarb am Donnerstag, den 5. Februar 2026 nach kurzer, schwerer Krankheit im Klinikum Fulda. Der Familienvater aus Fulda-Bronnzell wurde nur 57 Jahre alt. Seine Ehefrau Donata, die beiden Kinder sowie Familie, Angehörige und Freunde sind in tiefer Trauer.

Fotos: Christine Görlich

Dirk Schütrumpf war in der Stadtgesellschaft bestens bekannt und vernetzt, aber nicht nur durch seinen Job als Direktor des Innenstadthotels Platzhirsch gegenüber der Stadtpfarrkirche St. Blasius. Er brannte für den Sport, besonders für seine SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (SGB) – das Aushängeschild der Region. Als Vorstand und Verantwortlicher für das operative Geschäft der Profi-Regionalliga-Mannschaft war Schütrumpf weit über Osthessen hinaus bekannt. Auch sein Heimatverein, die SG Viktora Bronnzell, hatte in ihm einen starken Unterstützer. Als junger Mann spielte er zunächst beim TSV Lehnerz, dann in Bronnzell Fußball: Das Tor war sein Platz. Auch als Jugendtrainer prägte Dirk Schütrumpf den Verein, führte ihn erfolgreich in höhere Klassen. Später engagierte er sich als Vorstand des Jugendfördervereins, dann bei der SGB.

Im Hotelgeschäft galt Dirk Schütrumpf als absoluter Branchenfachmann, begann seine Karriere im Parkhotel Kolpinghaus, wo er schließlich auch Direktor war. Sein Team formte und motivierte er stets selbst: er war immer für seine Mitarbeiter da, wollte immer Harmonie. Er hatte das Herz am rechten Fleck. Der gelernte Koch und Hotel-Betriebswirt verstand es, auch neue Marken – wie vor etwas über zehn Jahren den Platzhirsch in Fulda und später das Rhönkitz im unterfränkischen Bad Kissingen – fest zu etablieren. Neuestes Projekt war das Waldschlösschen mit Augustiner-Biergarten, das im Mai 2026 öffnen wird. Darauf hatte er sich schon sehr gefreut. Im Familienunternehmen Burg & Geisendörfer war der Name Schütrumpf eine feste Größe.

Martin Geisendörfer kannte Dirk Schütrumpf fast 40 Jahre: "Er war ein echter Teamplayer mit Führungsstärke - im Unternehmen wie im Verein. Ich verliere nicht nur einen höchst verlässlichen Mitarbeiter, sondern auch einen wichtigen Funktionär und vor allem einen wahren Freund und Kameraden." Seine enorme Hilfsbereitschaft und seine Erfahrung werden fehlen. Florian Burg schätzte die Loyalität, die Integrität und die Menschlichkeit an Dirk Schütrumpf. "Solche Menschen sind schwer zu finden. Wir haben ihn gefunden und er hat unser Unternehmen hervorragend mitgestaltet." Für Burg und Geisendörfer ist klar: "Ohne Dirk Schütrumpf und seine Kompetenz hätten wir damals nie die Entscheidung getroffen, den Platzhirsch selbst zu betreiben. Er war der Motor unserer Hotel-Sparte – das werden wir ihm nie vergessen."

Sein Motto bei der Fastnacht hieß: „Lass die Foaset in dein Herz." Im Jahr 1999 startete Dirk Schütrumpf seine karnevalistische Laufbahn als Knappe bei Ritter Matthias 25. (Matthias Weber) vom Schimmelreich des Carnevalvereins Bronnzell, bis er 2006 – vor genau 20 Jahren – selbst als Ritter Dirk 32. vom Schimmelreich die Bronnzeller Narrenschar anführte. Seit dieser Zeit gehörte er zum Rittergefolge des Vereins. 2023 stand er nochmals als Knappe Ritter Andreas 42. (Andreas Pecks) vom Schimmelreich zur Seite.

Aber nicht nur in seiner Heimat Bronnzell, sondern auch in der Hochburg Fulda war Dirk Schütrumpf aktiv. Seinen karnevalistischen Höhepunkt erreichte er 2017 als Tollität in der Domstadt, als Prinz Dirk Novus Hotelicus LXXVI. mit seinen Adjutanten Volker Bagus und Andreas Pecks. Auch danach blieb er der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft (FKG) als Elferratsmitglied verbunden und stellte die Platzhirsch-Bar Jahr für Jahr für die mittlerweile schon legendäre Prinzenparty am Rosenmontag zur Verfügung.

Dirk Schütrumpf war ein geselliger Typ, der Freundschaften pflegte und immer hilfsbereit war. Er war aber nie laut und in der ersten Reihe: eher der Mann der leisen Töne, aber dennoch temperamentvoll. Schütrumpf wusste um seine Kompetenz und half, wo er konnte. Ende November 2025 bekam er überraschend eine Krebsdiagnose. Er nahm die Herausforderung an, blieb bis zuletzt kämpferisch und optimistisch, doch er verlor diesen ungerechten Wettkampf. Seine soziale Ader wird ebenfalls fehlen, so wie der Mensch und Familienvater, der noch so viel vorhatte. Ob in der Hotel-Gruppe, im Fußball oder privat - ein großes Herz hat aufgehört zu schlagen. Ruhe in Frieden, lieber Dirk - mit einem leisen Föllsch Foll Hinein!