Zunächst befuhren die beiden LKW-Gespanne unmittelbar nacheinander den rechten Fahrstreifen der dreispurigen Autobahn. Aufgrund eines baustellenbedingten (Bad Brückenau) Rückstaus musste der 61-jährige Fahrzeugführer aus Meuselwitz des vorausfahrenden Sattelzugs bremsen. Dies erkannte der 62-jährige Fahrzeugführer aus Wartenberg des nachfolgenden Sattelzugs zu spät und leitete eine Notbremsung und ein Ausweichmanöver nach links auf den mittleren Fahrstreifen ein. Dies hat jedoch nicht mehr ausgereicht, sodass die Fahrzeugkabine des auffahrenden Sattelzugs mit ihrer Beifahrerseite, mit der hinteren Ecke des Anhängers der Fahrerseite des vorausfahrenden LKW-Gespanns, kollidierte. Wie durch ein Wunder blieben, laut eigenen Angaben, beide Fahrzeugführer unverletzt.
Durch die Wucht der Kollision wurde der Kraftstofftank auf der Beifahrerseite des unfallverursachenden Sattelzugs aufgerissen, sodass die circa 150 Liter Dieselkraftstoff und weitere Betriebsstoffe ausgetreten und teilweise in die angrenzende Grünbankette geflossen sind. 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Kalbach und Uttrichshausen haben, nach Möglichkeiten, die ausgetreten Betriebsstoffe gebunden und aufgenommen. Zur weiteren Beurteilung der Kontamination des Erdreiches wurden Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde alarmiert und hinzugezogen. Hier wurde sodann die Entscheidung getroffen, dass nach dem Abschleppvorgang der beiden LKW-Gespanne, zunächst der Erste und der mittlere Fahrstreifen durch eine sogenannte „Ölhexe" gereinigt werden. Anschließend wird beabsichtigt, die Sperrung des ersten Fahrstreifens bis zum 5. Februar zu erhalten, um eine umweltgerechte Reinigung des Standstreifens und des ersten Fahrstreifens durch ein Fachunternehmen vornehmen zu lassen. Zudem soll zeitgleich das durch Betriebsstoffe kontaminierte Erdreich abgetragen werden. Die entsprechenden Absperrmaßnahmen wurden und werden durch die Autobahnmeisterei Fulda eingerichtet. Voraussichtlich werden die Arbeiten bis in den Nachmittag des Donnerstages andauern. An den beiden Fahrzeugen entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro. Der Verkehr wurde durchgehend über den dritten Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
