Fußball 18.02.2026

KOL Nord – Altkreis-Derby zum Auftakt – FSG will Befreiungsschlag

Hünfeld (jah) – Die Winterpause neigt sich dem Ende, schon ab dem kommenden Wochenende wird in der Region wieder um Punkte gespielt. In der Fußball-Kreisoberliga Nord steigt zum Auftakt ein echtes Altkreis-Derby: Am Sonntag empfängt die Reserve des Hünfelder SV die FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen auf dem Kunstrasen auf der Rhönkampfbahn.

Tobias Becker (Mitte) soll die FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen zum Klassenerhalt führen. Foto: Pascal Fischer.

An der Seitenlinie der Gäste wird dann erstmals in einem Pflichtspiel Tobias Becker stehen: Der Interimscoach hat Mitte Dezember die Nachfolge von Thomas Reith angetreten und soll die FSG zum Klassenerhalt führen. Nach einer tollen Vorsaison, an deren Ende mit 52 Punkten aus 30 Spielen Tabellenplatz vier unter dem Strich stand, kommt Kiebitzgrund/Rothenkirchen in der aktuellen Spielzeit nicht in Tritt: Aus 16 Spielen konnte die FSG unter Thomas Reith nur 15 Punkte holen und steckt damit tief im Abstiegskampf – denn im Norden gibt es drei Direktabsteiger. Mit Becker installierten die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Moritz Manns nun einen erfahrenen und disziplinierten Mann, um den Klassenerhalt zu sichern – der darüber hinaus Stallgeruch hat: „Ich kenne die Mannschaft, habe ja als Spieler selbst schon das ein oder andere Mal ausgeholfen. Ich bin also kein Fremder“, schmunzelt Becker im Vorfeld des Restrundenauftakts. Eine Integration war entsprechend nicht notwendig, wenngleich auch bei der FSG, wie bei dem Großteil aller anderen Vereine auch, keine geordnete Vorbereitung möglich war. „Es waren schwierige Bedingungen“, hadert der Interimstrainer, betont aber gleichzeitig: „Das hat alle Vereine betroffen. Ich bin zufrieden mit der Vorbereitung. Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung, die Jungs haben das angenommen und gut durchgezogen.“

Entsprechend positiv blickt Tobias Becker nun auf das erste Punktspiel im Jahr 2026 – und auch hier schließt sich für den FSG-Coach ein Kreis: Es geht zum Hünfelder SV, und beim HSV verbrachte Becker einen Großteil seiner Spielerkarriere: „Ich habe 14 Jahre in Hünfeld gespielt und kenne den Verein entsprechend“, blickt Becker voraus und weiß ganz genau, dass die Aufgabe zum Restrundenstart schwieriger kaum sein könnte: „Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Und wie so häufig bei einer zweiten Mannschaft weiß man ja nie, wer da alles von der Ersten mit dabei ist“ – zumal die Hessenligamannschaft des HSV erst Ende Februar im Einsatz und entsprechend noch spielfrei ist. „Niclas wird sich da schon was ausdenken“, verweist Becker auf den HSV-Coach: „Letztendlich können wir das aber nicht beeinflussen. Die Jungs sind fit, und ich freue mich, dass es nach sechs Wochen Vorbereitung jetzt endlich losgeht.“

Während sich die höherklassigen Ligen also noch in der Winterpause befinden, wird es in den Klassen darunter ausnahmsweise schon früher ernst. Neben dem Auftakt in der KOL Nord steigen auch schon Spiele in der A-Liga Süd, unter anderem gastiert der Tabellenerste Distelrasen beim Dritten Niederzell zum Topspiel – und auch in den B-Ligen Ost und Hünfeld sollen die ersten Spiele über die Bühne gehen, vorausgesetzt die Witterungsbedingungen lassen eine Austragung zu.