Lokales HEF 19.02.2026

Klinikum Hersfeld-Rotenburg eröffnet zweite Schulstation

Bad Hersfeld (pm/sim) – Klinikum Hersfeld-Rotenburg erweitert sein Ausbildungskonzept: Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr geht im Februar 2026 eine zweite Schulstation an den Start. Während die erste Schulstation auf der unfallchirurgischen Station eingerichtet wurde, bilden nun vier Zimmer auf der geriatrischen Station den Anteil der Inneren Medizin innerhalb des Projekts ab.

Foto: Klinikum Hersfeld-Rotenburg.

Federführend bei der Umsetzung sind Stationsleitung Katja Brill-Stache sowie Projektverantwortlicher und Pflegepädagoge Steven Bruder. Bundesweit setzen immer mehr Krankenhäuser auf sogenannte Schulstationen – ein Modell, das aus den bekannten Praxiswochen hervorgegangen ist.

„In den Praxiswochen sind die Auszubildenden zwei Wochen lang eigenverantwortlich für eine Station zuständig – dazu gehört vor allem, Verantwortung zu übernehmen und Abläufe zu organisieren. Die Schulstationen übertragen dieses Prinzip in ein dauerhaftes Konzept, in dem rotierend Auszubildende aller Lehrjahre eingesetzt werden“, erklärt Bruder.

Auf der geriatrischen Station Süd 3 unter der Leitung von Oberarzt Dr. Axel Saure befinden sich ab sofort vier Zimmer dauerhaft in der Verantwortung der Auszubildenden. Begleitet werden sie von Stationsleitung Katja Brill-Stache sowie zwei weiteren Praxisanleitenden.

„Gerade in der Geriatrie ist es besonders schön, junge und ältere Menschen zusammenzubringen. Unser gesamtes Team arbeitet sehr gerne mit den Auszubildenden zusammen – umso mehr freuen wir uns, nun die zweite Schulstation im Haus zu haben“, sagt Brill-Stache.

Auch die Patientinnen und Patienten reagieren durchweg positiv auf das Konzept. „Vorurteile gibt es hier keine – im Gegenteil: Unsere Patientinnen und Patienten freuen sich, wenn Auszubildende vor Ort sind. Umso schöner, dass dies nun dauerhaft möglich ist“, ergänzt Brill-Stache.

Pflegedirektorin Oberin Nelli Isinger betont die Bedeutung der praktischen Ausbildung: „Der Pflegeberuf lebt vom Kontakt zu Menschen. Die theoretischen Grundlagen werden im Unterricht vermittelt – doch die Praxis auf den Stationen ist es, die Ausbildung und Beruf wirklich prägt. Es ist uns daher sehr wichtig, diesen Praxisanteil frühzeitig zu stärken, damit junge Menschen an den realen Aufgaben des Alltags wachsen können.“

Mit der zweiten Schulstation setzt das Klinikum ein deutliches Zeichen für eine praxisnahe, moderne Pflegeausbildung – und investiert zugleich nachhaltig in den eigenen Nachwuchs.